Flessau l Das Ergebnis der Kontrolle in der Vorwoche ist der Mesa Agrar GmbH nach eigenen Angaben zwar noch nicht bekannt. Man werde dem Landesverwaltungsamt (LVWA) aber selbstverständlich alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen, sicherte das Unternehmen am Donnerstag zu.

Die Betreiberfirma äußerte sich auch zur Güllelagerung: An dem Standort sei es übliche Praxis, dass in zwei Ställen der Anlage Gülle kurz zwischengelagert werde, wenn diese beispielsweise aus Witterungsgründen wie gefrorenen oder zu nassen Böden nicht ausgebracht oder in der angeschlossenen Biogasanlage verwertet werden könne. Die Ställe seien dafür technisch entsprechend ausgerüstet, es bestehe keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt. Zudem gehe die Mesa Agrar GmbH davon aus, dass dieses Verfahren von der Rechtsvorgängerin auch so angezeigt gewesen sei. Nach eigenen Angaben spare das Unternehmen so auch kein Geld oder verschaffe sich Vorteile anderer Art. Die Betreiberin der Schweinehaltungsanlage stehe zu ihrer Verantwortung, sich im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu bewegen. „Sollte es begründete Beanstandungen an der jahrelang üblichen Praxis am Standort geben, werden wir dies selbstverständlich ändern“, teilte Jörn F. Göbert, Sprecher der Geschäftsführung, mit.

Göbert nahm in diesem Zusammenhang auch Stellung zur Kritik von Einwohnern und Einheitsgemeinde, die die geplante Erweiterung der Anlage von aktuell 10.941 Tierplätzen auf 46.260 Absatzferkel ablehnen. Die Mesa Agrar bleibe mit ihrem Antrag weit hinter den ursprünglichen Erweiterungsplänen aus dem Jahr 2012 zurück und werde insbesondere in eine technische Verbesserung der Abluftanlage zur Reduktion der Immissionen investieren. Dies würde die Immissionswerte um 80 Prozent senken und die Bedingungen sowohl für die Tiere als auch das Umfeld der Anlage merklich verbessern. „Gemäß unserem Antrag halten wir zwar in Zahlen mehr Tiere, jedoch sind diese wesentlich jünger und kleiner als in einer Mastanlage. Daher kommen wir zu einer Reduktion der normierten Großvieh-Einheiten um 40 Prozent, zu einer Reduktion der Tiertransporte um 20 Prozent, zu einer Reduktion der Gülle- und Gärrestetransporte um 15 Prozent. Gleiches gilt für die Anzahl an Futtertransporten“, so Göbert. Er fügte hinzu: „Wir sind bemüht, eine gute Balance zwischen lokaler Akzeptanz und wirtschaftlicher Existenz zu finden, weshalb wir die Beantragung von 2012 auch so drastisch reduziert haben.“