Bauarbeiten ICE-Anbindung bleibt Salzwedel länger erhalten
Aus Sicht mancher Bahnkunden in Salzwedel eine gute Nachricht: Aufgrund des kalten Winters verlängern sich die Bauarbeiten zwischen Hamburg und Berlin.

Salzwedel/vs. - Das seit etwa sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands bremst den Baufortschritt bei der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Dies teilte die Deutsche Bahn am Montagabend in einer Pressemitteilung mit. Für Salzwedel bedeutet das: Der ICE wird dort noch länger halten.
Boden bis zu 70 Zentimeter tief gefroren
Wegen der dauerhaft niedrigen Temperaturen könnten seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Da die Kabelkanäle vereist und teils zugefroren seien, könnten zum Beispiel Kabel für die Signal- und Stellwerkstechnik nicht wie geplant verlegt werden. Auf einigen Abschnitten der Strecke reiche der Bodenfrost bis in eine Tiefe von 70 Zentimetern. Auch Arbeiten an der Oberleitung und die Montage von Weichenantrieben sowie Signalanlagen sind seit Wochen wohl witterungsbedingt nicht möglich. Sobald der Boden vollständig wieder aufgetaut ist, will die DB die verschobenen Arbeiten neu eintakten.
Bahn will Baupersonal aufstocken
Das Personal auf der Baustelle werde deutlich verstärkt, sobald die Temperaturen die nächsten Schritte zulassen, kündigt der DB-Konzern an. Bis zum 13. März will das Tochterunternehmen DB InfraGO gemeinsam mit ihren Baupartnern ein Konzept für die Inbetriebnahme erarbeiten. Auf einen konkreten Termin legt sich die Deutsche Bahn aktuell noch nicht fest. Das bedeutet, dass den Salzwedelern die ICE-Verbindung nach Stendal, Berlin und Hamburg für eine derzeit unbestimmte Dauer länger erhalten bleibt. Selbiges gilt allerdings auch für den Schienenersatzverkehr nach Uelzen.