Polkau l Seit 1994 ist der frühere Berliner Lothar Zahn (65) in Polkau zu Hause und fühlt sich dort gut aufgehoben. So pudelwohl, dass es für ihn keine Frage ist, sich klipp und klar ein für alle Mal festzulegen: „Polkau ist der Ort, an dem ich alt werde.“

Seinen „Beziehungsstatus“ zum am südlichen Rand der Einheitsgemeinde gelegenen Dorf und darüber hinaus eigentlich zur gesamten Altmark machte Zahn öffentlich. Er gab seinem am Ortsausgang Richtung Ballerstedt gelegenen Wohnhaus einen vielfarbigen Anstrich, den er als „Hommage oder Liebeserklärung an mein Dorf und die Region“ verstanden wissen möchte. Drei Wochen schwang der Polkauer dafür den Pinsel, der letzte Strich steht aber aus. „Noch fehlen ein paar Details“, räumt Zahn ein, das große Ganze aber stehe. Auf die Idee sei er spontan gekommen, als er im Sommer nur ein paar Schritte vom Gebäude entfernt an einem neuen Hoftor gearbeitet hatte.

Obwohl, so ganz neu war der Gedanke daran dann doch nicht, fügt er schmunzelnd hinzu. „Schon als ich vor 24 Jahren hergezogen bin, hatte ich im Sinn, irgendwann die Kästchen an der Hauswand auszufüllen. Jetzt aber wurde aus der Idee tatsächlich Ernst.“ Zahn beschaffte sich passende Ölfarben, „die auch wetterfest sind“. Er grundierte. Und ließ schließlich seine Fantasie den Pinsel führen. „Da gab es keinen Plan, kein Konzept. Ich bin einfach nur dem Gefühl aus meinem Bauch gefolgt“, sagt er. Was dabei herumkam, stellt seinen Urheber zufrieden: „Das ist mein buntes Haus von Polkau.“