Walsleben l Walsleben gehört zu den ältesten Orten der Altmark. Mit der urkundlichen Ersterwähnung von 929 ist das Uchte-Dorf der älteste Ort in der Einheitsgemeinde Osterburg. „Wir sind stolz, das Fest ausrichten zu dürfen“, betonte Ortsbürgermeister Christine Klooß am Dienstag im Beisein der beiden Landräte Carsten Wulfänger und Michael Ziche, des Osterburger Einheitsgemeinde-Bürgermeisters Nico Schulz und von Norbert Lazay, Vorsitzender des Altmärkischen Heimatbundes. Mit der 1090-Jahr-Feier von Walsleben geht auch das 130-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und des 100-jährige Bestehen des ortsansässigen Sportvereins über die Bühne. Zudem bestehen seit 25 Jahren die beiden Landkreise in ihrer jetzigen Form, und die Einheitsgemeinde Osterburg seit 10 Jahren. Fünf Jubiläen, die gebührend gewürdigt werden und den Besuchern jeden Alters ein breites Unterhaltungsspektrum bieten: Musikalisch in allen Tonlagen, sportlich in verschiedenen Spielarten, kulinarisch vielseitig, historisch informativ.

Nico Schulz erinnerte bei der Runde im Walslebener Dorfgemeinschaftshaus an die Zuammenkunft vor zwei Jahren, als ein Nachfolger für Jübar gefunden werden sollte. Im westaltmärkischen Ort fand die 17. Auflage statt, die 18. wird in Walsleben vonstatten gehen. Vom 21. bis 25. August. „Mit der Idee habe ich bei der Ortsbürgermeisterin offene Türen eingerannt“, so Schulz. Und Christine Klooß konnte auch den Ortschaftsrat von der traditionellen Party, die im zweijährigen Wechsel zwischen Orten der Ost- und Westaltmark stattfindet, begeistern und überzeugen. Viele engagierte Einwohner fanden sich zusammen, bildeten mehrere Arbeitsgruppen und fiebern dem Fest entgegen. Norbert Lazay sprach von einer langen Tradition, die nach dem Zweiten Weltkrieg vom Bundesland Niedersachsen aufrecht erhalten wurde, da zu DDR-Zeiten diesem Fest „keine Chance gegeben“ wurde. Zu den positiven „Begleiterscheinungen“ zählt die von der Kommune in Auftrag gegebene Sanierung der Uchtebrücke, die als Zuwegung unter anderem zum Parkplatz benötigt werden würde.

Zu den Höhepunkten zählt der moderierte Festumzug mit historischen und gegenwärtigen Schaubildern am Sonntagvormittag (25. August) unter anderem mit landwirtschaftlicher Technik des Agraneums Iden, Schützengilden, Marschkapellen und der Krumker Erntekrone. Der große Tross zieht von der Gaststätte Kersten über die Hauptstraße, Schulstraße und Alte Dorfstraße zum Sportlervereinsheim auf dem Festgelände.