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Unwetterwarnung „Homeoffice“, Elternbriefe - so reagieren Schulen und eine Kita im Kreis Stendal auf die Wetterprognose

Die einen ziehen die Notbremse, die anderen sind gelassener in puncto Unwetterwarnung. Volksstimme hörte sich in Einrichtungen des Altkreises Osterburg um.

Von Karina Hoppe und Nico Maß Aktualisiert: 08.01.2026, 16:28
Online-Unterricht für alle: Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg bleibt am Freitag, 8. Januar 2025, angesichts des prognostizierten Unwetters geschlossen.
Online-Unterricht für alle: Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg bleibt am Freitag, 8. Januar 2025, angesichts des prognostizierten Unwetters geschlossen. Foto: Karina Hoppe

Altkreis Osterburg. - Die Wetterdienste haben für Freitag, 9. Januar, ein hohes Unwetterpotenzial vorhergesagt. Schulen und Kitas im Altkreis reagieren unterschiedlich darauf. Während das Gymnasium Osterburg und die Sekundarschule „Karl Marx“ in Osterburg am Donnerstag beschlossen haben, dass der Unterricht Freitag online stattfindet, wartet man in der Gemeinschaftsschule Seehausen erstmal ab.

„Wir haben ja die Information vom Landkreis, dass um 5 Uhr beschlossen wird, ob die Busse fahren und wir dann informiert werden“, sagt Schulleiterin Ute Voigt. Je nachdem finde dann eben Unterricht mit mehr oder weniger Schülern statt. „Wir sind auf jeden Fall mindestens in Notbesetzung hier.“

Drei Szenarien im Elternbrief der Grundschule Seehausen

Die Grundschule Seehausen berichtet in einem Elternbrief von drei möglichen Szenarien: regulärer Unterricht, eingeschränkter Unterricht oder Schulausfall. „Abhängig ist diese Entscheidung vom Deutschen Wetterdienst oder Info durch Träger und Busunternehmen“, heißt es in dem Schreiben. Sollte sich die Wetterlage verschlechtern, würden Kinder nicht ohne Absprache nach Hause geschickt.

In der Grundschule am Hain in Osterburg geht Leiterin Silke Schulz für Freitag von einem regulären Unterrichtsbetrieb aus, auch wenn womöglich manches Kind aufgrund des Wetters zu Hause bleiben könnte.

Geht das nicht genauer 24 Stunden vorher?

Derweil wundern sich Nancy Korbus, Leiterin der Kita „Regenbogenland“ in Goldbeck, und ihre Kollegen, „wie ungenau der Wetterdienst 24 Stunden im Voraus ist. Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll“. Kollegen, die einen langen Arbeitsweg haben, bleiben Freitag sicherheitshalber zu Hause, „mit anderen telefonieren wir früh nochmal. Es bringt uns ja aber auch nichts, wenn sie zwar herkommen, aber abends nicht mehr nach Hause“, so Korbus. Es könnten im Übrigen nicht alle Eltern Homeoffice machen, „die Verkäuferin bei Aldi auf jeden Fall nicht. Wir müssen also und werden natürlich auch hier sein. Wir sind gelassen. Irgendwie werden wir den Tag schon schaukeln“.

Was der Deutsche Wetterdienst sagt

Starker Schneefall und Schneeverwehungen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab am Donnerstag, 8. Januar, eine Unwetterwarnung für den Bereich Stendal heraus. Gültig für Freitag 3 Uhr bis Sonnabend 3 Uhr. Auf der Internetseite des DWD heißt es: „Ab Freitagvormittag zieht aus Südwesten anhaltender und teils kräftiger Schneefall mit markanten Neuscheemengen auf. Im Zusammenspiel mit einem bereits in der Nacht zum Freitag zunehmend böigem Ostwind können starke Schneeverwehungen auftreten. Dabei muss mit starken Einschränkungen auf Verkehrswegen gerechnet werden. Hinsichtlich der Intensität des Ereignisses bestehen noch Unsicherheiten. Akute Unwetterwarungen werden bei Bedarf ausgegeben. Dies ist ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.“