Seehausen l Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie sind für die Frauen und Männer in Pflegeheimen eine besondere Herausforderung. Wo die Aktivitäten der Bewohner und deren Betreuer eingeschränkt sind und die üblichen Feste, die sonst das Jahr über organisiert werden, nicht stattfinden dürfen, ist Abwechslung deshalb sehr willkommen. Für letztere sorgten am Mittwochvormittag einmal mehr Drehorgel-Hasi (Dieter Hasenkrug) und Drehorgel-Hansi (Hansi Busse) mit ihren rollenden Mini-Orchestern vor dem Seehäuser DRK-Pflegeheim Am Kaland.

Viele Bewohner dürften sich noch an den ersten Auftritt der beiden Unterhaltungskünstler mit Sicherheitsabstand im April erinnern, als der erste Lockdown für eine fast vollständige Isolation der alten Leutchen sorgte. Ganz so belastend ist es für die Bewohner und deren Angehörige derzeit nicht. Ein Besuchskonzept lasse schon dosierten Kontakt zu, so Einrichtungsleiterin Regine Roger-Knade im Gespräch mit der Volksstimme.

Gegen die Kälte geschützt

Sie und ihre Mitarbeiter hatten dafür gesorgt, dass die Bewohner, gegen die Kälte geschützt, das Geschehen vom Foyer oder von den Balkonen aus verfolgen und applaudieren konnten. Was die Zuhörer denn auch ausgiebig taten, zumal sie bei vielen Musikstücken mitsummen und mitschunkeln konnten.

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Rund eine Stunde lang unterhielten Orgel-Hansi und Orgel Hasi gerne ihr Publikum, ohne dafür eine Rechnung zu präsentieren. Damit sie gleich in die Vollen gehen konnten, hatten sie sich zuvor auf dem Marktplatz am Weihnachtsbaum warmgespielt. Denn ideal war das feucht-kalte November-Wetter für den Auftritt nicht. Aber auch für die authentische Orgelspieler-Ausstattung galt: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.