Osterburg l Darf der mittlerweile 46 Jahre alte Schimpanse Robby bei seinem Ziehvater und Zirkusdirektor Klaus Köhler bleiben oder muss er in eine niederländische Auffangstation zur Resozialisierung gebracht werden? Der Fall sorgte in der Vergangenheit für großes mediales Interesse. Erst vor kurzem fiel das Gerichtsurteil zu Gunsten von Klaus Köhler: Robby darf bis an sein Lebensende im Zirkus „Belly“ bleiben. Die Geschichte verfolgte auch die Biesestädterin Sigrid Koza sehr aufmerksam. Als der besagte Zirkus vor wenigen Tagen sein Zelt in der Biesestadt aufschlug, nahm die Rentnerin eher durch Zufall an einem Vortrag der Veterinärin Alexandra Dörnath teil, den diese auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes „Golle“ hielt und dessen Inhalt sich mit dem Standpunkt des Zirkus deckte. „Natürlich ging es in dem Referat dabei um das Thema Affe. Das war wirklich alles sehr interessant und informativ.“ Dieses Interesse bemerkte auch Zirkusdirektor Klaus Köhler. Er bat die Osterburgerin zu einer Stippvisite bei Robby. „Ich war total überrascht und freute mich wirklich sehr darüber.“ Ganz besonders faszinierte Sigrid Koza die absolut menschlichen Verhaltensweisen des berühmten Schimpansen. „Das war ein tolles und unvergessliches Erlebnis.“ Am darauffolgenden Tag stand natürlich ein Besuch zur Programmvorstellung mit Ehemann Hans-Joachim auf dem Plan, der sich ebenfalls positiv von der Faszination Zirkus anstecken ließ. Neben Robbys Lieblingsspeise in Form von Bananen, erhielt der Menschenaffe von Sigrid Koza noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk, ehe der Zirkustross weiter zog: „Es war etwas zum kuscheln, eine große Plüschbanane!“