Osterburg l Schon 2019 wollte die Osterburger Wohnungsgesellschaft zwei Eingänge des Wohnblockes Werner-Seelenbinder-Straße 1-4 im Quartier An der Golle mit Aufzügen ausstatten. Doch das Unterfangen geriet ins Stocken. Denn die Überlegungen, heutige Dreiraum-Wohnungen in Zweiraum-Appartements umzugestalten und den freiwerdenden Platz für einen Aufzug zu nutzen, der so auf Ebene der Wohnungen hält, „führten zu Problemen mit einer Mieterin. Weil wir aber mit unseren Mietern agieren wollen und nicht gegen sie, haben wir unsere ursprünglichen Pläne verändert“, erklärte Geschäftsführer Rüdiger Mallohn. Statt an den Eingängen 1 und 2 werden die Aufzüge nun an den Eingängen 2 und 3 ihren Platz finden. Der dadurch nötige Korrekturbedarf am Projekt sowie den Förderantrag (das Vorhaben wird über ein sogenanntes Aufzugsprogramm von der Landesinvestitionsbank bezuschusst) ist nun aber Geschichte, die Baugenehmigung liegt vor. Und das Projekt kann endlich Fahrt aufnehmen. Aktuell würden die Ausschreibungen für die insgesamt 480000 Euro teure Investition erarbeitet, im Mai soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Läuft dann alles nach Plan, sollen die beiden Fahrstühle noch in diesem Jahr ihren Dienst aufnehmen.

Mit dem neuen Service verbindet die Osterburger Wohnungsgesellschaft gleich mehrere Hoffnungen. „Durch die bessere Erreichbarkeit der Wohnungen in den Obergeschossen möchten wir sie für ältere Mieter attraktiver machen“, sagte Mallohn. Zielstellung sei zudem, freien Wohnraum in beiden Eingängen bevorzugt an ältere Interessenten zu vergeben. Und an freien Wohnungen sei in diesem Neubaublock derzeit leider gar kein Mangel, so der Geschäftsführer. Denn obgleich das Gebäude mit seinen nach Süden ausgerichteten Balkonen durchaus attraktiv sei, hat der Leerstand dort in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen. Derzeit stünden um die 40 Prozent der Wohnungen leer. Auch abseits der Aufzüge bemüht sich die Gesellschaft deshalb darum, den Block und sein Umfeld weiter aufzuwerten. So sollen demnächst auch die Fahrräder aus dem Kellergeschoss verschwinden können – die Wohnungsgesellschaft will am Haus Fahrradunterstände bauen.

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