Flessau l Dass die Flessauer Straße und folgerichtig auch ihre Nebenanlagen zum Ziel von Investitionen werden, findet seine Ursache beim Wasserverband Stendal-Osterburg. Das machte Bürgermeister Nico Schulz (CDU) auf Nachfrage deutlich. Im April habe der Versorger angekündigt, 2020 die Abwasser-Erschließung des Restortes Flessau in Angriff nehmen zu wollen.

Der Wasserverband will den nicht mehr dem Stand der Technik entsprechenden Oxydationsteich in Flessau ablösen, das Abwasser des Dorfes stattdessen mittels einer neu zu errichtenden Überleitung nach Klein Rossau und von dort weiter zur Kläranlage Thielbeer führen, um dort gereinigt zu werden. Diese in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde angedachte Regelung erlaubt es dem Versorger, sämtliche noch nicht angeschlossene Flessauer Grundstücke in das zentrale Netz zu integrieren.

Weil im Zuge der dafür notwendigen Verlegearbeiten „die Flessauer Ortsdurchfahrt aufgerissen werden muss, habe ich mich dafür eingesetzt, dass das Land die Gelegenheit nutzt und die Ortsdurchfahrt saniert“, machte Nico Schulz deutlich. In der Chefetage der Niederlassung Nord der Landesstraßenbaubehörde stieß der Osterburger Bürgermeister mit seinem Ansinnen auf offene Ohren. Im Zuge einer Vor-Ort-Besprechung in Flessau, unter anderem mit Vertretern des städtischen Bauamtes, des Wasserverbandes sowie der Landesbehörde, „waren wir uns einig, dass wir das gesamte Projekt anpacken wollen“, berichtete Nico Schulz.

Klar ist: Bei dem kostspieligen Unterfangen sitzt auch die Einheitsgemeinde mit im Boot. Denn während sich die Landesbehörde um die Neugestaltung der Straße kümmert, hat die Kommune die sogenannten Nebenanlagen unter ihren Fittichen. Dieser Verantwortung sei man sich bewusst, machte Schulz deutlich. „Wir werden die Gehwege bauen“, kündigte der Osterburger Bürgermeister an.