Priemern l Auf dem ehemaligen Rittergut in Priemern wird am Sonnabend, 26. August, groß gefeiert. Das Sozialtherapeutische Zentrum wird 20 Jahre alt. Ein Anlass, Projekte zu präsentieren, Einblicke in die Arbeit der Gesellschaft zu geben und mit Gästen, Kooperationspartnern und Wegbegleitern den runden Geburtstag gemeinsam zu verbringen. „Die Altmärker können sehen, was wir hier machen“, lädt Geschäftsführer Christoph Lenz alle Interessierten auf die „Altmärkische Höhe“ ein.

Ein abwechslungsreiches und informatives Programm soll von 11 bis gegen 17 Uhr für einen kurzweiligen Tag sorgen. Neben Livemusik und Auftritten von „Average Forty“, den Seehäuser Oldies, der Kita Bretsch und der Plattdeutschgruppe der Grundschule Flessau stellt der Oldtimer -Stammtisch Schloss Calberwisch historische Fahrzeuge und Landmaschinen aus. Bei geführten Rundgängen (14, 15 und 16 Uhr) können sich Besucher das Gut anschauen, sich über die Geschichte und aktuelle Betreuungsangebote informieren, so die Einladung.

Zu DDR-Zeiten als Volkseigenes Gut (VEG) Tierzucht Bretsch bekannt, ist Priemern heute ein „Fels in der Brandung“ der Sozialwirtschaft in der Altmark und einer der größten Arbeitgeber der Region. 135 Mitarbeiter (inklusive der 25 Ehrenamtlichen) beschäftigt die Gesellschaft inzwischen, ehißt es in der Ankündigung.

In Priemern und seinen sechs Außenstellen werden Menschen mit Behinderungen infolge Sucht betreut und Erziehungshilfen, Berufs-, Arbeits- und Lebensvorbereitung für Jugendliche angeboten. „Die Herausforderungen in beiden Hilfebereichen wachsen dynamisch, so dass wir flexibel reagieren müssen“, erläutert Christoph Lenz. Ein Beispiel ist die Betreuung und Integration von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen. Das Projekt Schulbegleitung steht schon in den Startlöchern.

In der Region gut vernetzt, unterstützt das Gut auch Gemeinden und Einrichtungen in der Altmark. Beispiele sind die jährliche Ostereiersuche für die Kinder der Bretscher Kita oder das Café Melange in Meßdorf, das sich als regelmäßiger Treffpunkt für alle Generationen etabliert hat.

Mit Kaffee und hausgebackenem Kuchen wird beim Guts- und Parkfest für das leibliche Wohl ebenso gesorgt, wir mit Deftigem und Erfrischungen. Ein riesiges Festzelt im Park sorgt für Platz und Schatten. Eine Fotoausstellung dokumentiert die Entwicklung der Einrichtung. Jugendliche, unter anderem aus Afghanistan und Syrien, präsentieren Musik ihrer Herkunftsländer. Der Eintritt zum Fest ist frei.