Werben  l „Die städtischen Immobilien sind aktuell sehr gefragt.“ Über diese Situation ist Werbens Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos) erfreut, schließlich gebe es nicht gerade wenige private und kommunale Gebäude in der Hansestadt, die einen neuen Besitzer suchen.

So konnte der Bürgermeister jüngst für das „Am Markt 5“ stehende Haus Vollzug melden. Das Eckhaus konnte die Stadt sozusagen an Mann bringen. Auch für das Nachbargrundstück, die „Alte Post“, gebe es laut Schulze Interessenten. „Es wurde schon mehrfach besichtigt.“ Dort möchte die Kommune auch tätig werden. Sie setzte sich bereits mit einem Planer in Verbindung. Unter anderem sollen zum Grundstück zählende Nebengebäude eventuell abgerissen werden. Ebenso sei ein neues Dach für die im Stadtzentrum liegende „Alte Post“ im Gespräch.

Die Frage, was mit dem Gebäude-Komplex auf der Domäne in Zukunft geschehen wird, sei für die Hansestadt Werben von großer Bedeutung. Auch auf diesem Gelände, das zu DDR-Zeiten von der LPG genutzt wurde, komme Bewegung ins Spiel. Der Langstall, das ehemalige Verwalterhaus und Nebengebäude, die sich südlich der mächtigen St. Johanniskirche auf einem eigenen rund 12 000 Quadratmeter großen Areal befinden, wurden von Interessenten in Augenschein genommen. Der nächste Schritt: „Sie werden ein Konzept vorstellen“, machte der Werbener Bürgermeister deutlich, dass die Kauf-Interessenten am Zuge sind. „Bestimmt noch im Dezember“ sei für Schulze die mögliche Vorstellung vor den Mitgliedern des Stadtrates vorstellbar. Zusammen werde der Stadtrat und die BiG-Städtebau, der Stadtentwickler, eine Entscheidung fällen.

Das Romanische Haus, ebenfalls auf der „Domäne“ gelegen, gehört nicht zu den Verkaufsobjekten der Hansestadt Werben. Das Gebäude, der wohl älteste Profanbau in Norddeutschland (errichtet um 1180), wird aktuell saniert. Unter anderem bekommt es ein neues Dach.