Hohenberg-Krusemark l Es geht voran. „Wir liegen im Zeitplan“, betont Viktor Schellert zum unter der Regie des DRK-Kreisverbandes „Östliche Altmark“ stehenden Neubau der Kindertagesstätte in Hohenberg-Krusemark. Der Bereichsleiter beim DRK ist zuversichtlich, dass die Arbeiten auf dem auserkorenen Standort in Nachbarschaft des Sportplatzes am Ortsende in Richtung Hindenburg planmäßig vonstatten gehen und im kommenden Jahr der Einzug erfolgen kann.

Nach dem Baustart im August folgt noch in diesem Monat ein weiteres wichtiges Etappenziel: Am 27. Oktober wird die Grundsteinlegung gefeiert. Die rund 1200 Quadratmeter große Bodenplatte für das Haus, in dem die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte in Hohenberg-Krusemark einziehen werden, soll in der kommenden Woche gegossen werden. „Das passiert an einem Tag“, sagt Florian Hallmann, beauftragter Architekt.

Angebote für Reetdach eingegangen

Aktuell ist ein Trio eines aus Jarchau stammenden Unternehmens dabei, die notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen, speziell für das Trinkwasser und die Heizung, zu verlegen. Die Kabel kommen ins Erdreich unter die Platte. Somit könnten größere Distanzen überbrückt werden. „Das ist ein sehr sicherer Weg“, meint der Architekt zu dieser Vorgehensweise. Schäden, wie diese beispielsweise unter dem Estrich vorkommen könnten, würden ausbleiben. Nachdem die Bodenplatte fertig ist, wird es an das Erstellen der Innenwände gehen.

Die Ausschreibungen für den Bau des Reetdaches sind bereits erfolgt: Die Verantwortlichen sind froh, dass bereits mehrere Angebote eingingen. „Das ist sehr positiv zu bewerten“, so Hallmann, der weiß, dass die Auftragsbücher der Handwerksfirmen prall gefüllt sind. „Das betrifft alle Gewerke.“ Hallmann rechnet damit, dass am Anfang des nächsten Jahres die „Bedeckung“ des Hauses draufkommt.

Nicht nur das Gebäude wird durch das Reetdach zu den auffälligen Häusern der Umgebung zählen, auch das Projekt selbst ist ein besonderes und wird erstmals beim DRK-Kreisverband realisiert. Unter dem Dach sollen sich künftig der Kita-Nachwuchs und die Senioren einer Tagespflege wohl fühlen und voneinander profitieren. Für die Kinder ist eine Nutzfläche von 645 Quadratmetern „reserviert“, für die Seniorenschar eine Fläche von rund 300 Quadratmetern vorgesehen.

Neuer Name steht bereits fest

Die Mädchen und Jungen aus der Kindereinrichtung „Villa Spatzennest“ wollen im kommenden Jahr aus ihrem Domizil ausziehen. Geplant ist der Einzug für den Herbst 2021. Das Gebäude mitten im Ort weist jede Menge Sanierungsstau auf. Was mit der im kommunalen Besitz gehörenden Immobilie passiert, steht noch nicht fest. Übrigens bleibt der Name „Villa Spatzennest“ nicht erhalten - es gibt einen neuen. Und dieser steht auch schon fest. Die Kindertagesstätte möchte ihn aber bis zur Einweihung geheim halten. Die Eltern konnten Vorschläge mitunterbreiten.

Mindestens einmal in der Woche führt der Weg der Kinder und der Erzieherinnen vom aktuellen Standort zur Baustelle an den Straßenhauser Weg, um den fleißigen Handwerkern kurz über die Schulter zu schauen. Dort wird das Baugeschehen auch dokumentiert und dementsprechend auf Fotos festgehalten. Der Neubau der Tagesstätte ist für 42 Kita-Plätze ausgelegt.