Arneburg l Die nächste und zugleich letzte Kunstausstellung dieses Jahres wird von den beiden Berliner Grafikern Bettina Rulf und ihrem Ehemann Steffen Wilbrandt gestaltet. Die Vernissage geht am Mittwoch, 8. November, in der Kleinsten Galerie im Goldenen Anker in Arneburg über die Bühne. Beginn ist um 19 Uhr.

„Denn, was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“ Dieses Goethe-Zitat deutet auf Grafik hin, den Inhalt der insgesamt 232. Ausstellung der „Kleinsten Galerie“, informiert Organisator Arne Könnecke. Er freut sich, Bettina Rulf (geb. 1968), die schon einmal im Elbstädtchen ausstellte, und Steffen Wilbrandt (geb. 1967) begrüßen zu dürfen. Drucken - das könne heutzutage jeder mit einem entsprechenden Gerät. „Aber drucken so, dass eine jede Linie Träger von Emotionen, dass das gedruckte Blatt eine Botschaft, ein Bekenntnis, ein Vermächtnis ist? Hier beginnt Kunst!“ Grafik also, die Kunst der Zeichnung und des Druckens kenne viele Techniken: Hoch-, Tief- und Flachdruck, Ätzungen, Frottagen, auch die Lithographie, den Vorläufer der heutigen Offset-Techniken. „Einfach ist sie nicht, ganz abgesehen vom Umgang mit schweren, unhandlichen Steinplatten. Aber Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken, gibt es unendliche viele.“

Beide Autoren, Absolventen unter anderem der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, haben durch den Kauf einer Litho-Presse den Steindruck als Flachdruck-Verfahren wieder- beziehungsweise neu für sich entdeckt. Die Lithographie bildet auch den Schwerpunkt dieser vielseitigen Ausstellung, die neben Kleingrafik und PF-Karten Buchillustrationen (collagiert) und gedruckte, teils auch farbige Landschaften zeigt, und auch verlockende Angebote für den Weihnachtstisch bereit halten würde. Interessenten sind zur Vernissage willkommen. Die Ausstellung ist täglich (außer montags) von 11.30 bis 21 Uhr geöffnet und endet am 9. Januar 2018.