Projektwoche an der Sekundarschule Seehausen / Selber kochen und "gerecht" einkaufen

"Kochen unter Männern" erlebt zweite Auflage

Von Andreas Puls

An den letzten Tagen vor den Sommerferien stehen in der Sekundarschule Seehausen die Projekttage auf dem Programm. Viele Themen standen zur Auswahl. Eine beträchtliche Schülerzahl entschied sich für das Projekt "Kochen unter Männern".

Seehausen l Kochen gehört zu den populären Hobbys der Deutschen. Selbst unter den Schülern der Sekundarschule Seehausen erfreut es sich offenbar großer Beliebtheit. Immerhin 15 Achtklässler nahmen am Projekt "Kochen unter Männern" teil.

Soljanka nach Rezept von Familie Wiesenberg

Es erlebte die zweite Auflae und wurde unter der Leitung des Lehrers Michael Wiesenberg und dem Seehäuser Fleischers Kurt Wohlfahrt durchgeführt. "Für mich war klar, dass ich auch in diesem Jahr wieder mit dabei bin und das Projekt unterstütze. Denn die Arbeit mit den Schülern macht Spaß. Man merkt, dass sie bei der Sache sind und etwas lernen wollen", so Kurt Wohlfahrt, der wieder sämtliche Fleischzutaten sponserte und mit seinem Erfahrungsschatz in Sachen Kochen und Brutzeln wesentlich zum Gelingen beitrug.

So machten sich alle gemeinsam an die Arbeit. Zubereitet wurden zwei große Töpfe Soljanka - nach dem Privatrezept von Familie Wiesenberg - sowie Schweinesteak und Roastbeef nebst dazu passenden Beilagen. Schon früh am Vormittag duftete es verführerisch aus der Schulküche heraus. Klar, dass das den Appetit gehörig anregte. Und so wurde lange vor der Mittagspause schon mal das eine oder andere Gericht gekostet. "Es geht in dem Projekt vor allem um das gemeinsame Verarbeiten der vielen frischen Zutaten und die Zubereitung der Speisen. Höhepunkt ist dann natürlich das Essen", erklärt Wiesenberg, der sich auf diesem Wege beim Fleischer Wohlfahrt für die Unterstützung bedanken möchte.

Welche Schokolade macht wirklich glücklich?

Ein weiteres Projekt für die Achtklässler heißt "Welche Schokolade macht glücklich?" Dazu gastierte Franziska Krohn vom Verein Carpus an der Schule. Verantwortliche Lehrerinnen sind Monika Steinbach und Monika Müller.

In dem Projekt ging es um unser Konsumverhalten angesichts des weltweiten Handels mit Landwirtschaftsprodukten, insbesondere Kakao. Die Schüler erfuhren, dass im üblichen Handel mit Kakao die eigentlichen Produzenten - nämlich diejenigen, die den Rohstoff anbauen, ernten und verarbeiten - kaum so viel verdienen, um überleben zu können. Kinderarbeit und andere schlimme Formen der Ausbeutung sind an der Tagesordnung. Aber es gibt Möglichkeiten, diesen ungerechten Kreislauf zu durchbrechen. Die Konsumenten, vor allem in den reichen Ländern der Welt, haben die Macht dazu - indem sie auf fair gehandelte Produkte (Fairtrade) setzen. Für die Projektteilnehmer ging es am zweiten Tag ebenfalls in die Schulküche. Dort bereiteten sie selbst Süßigkeiten aus Kakao zu - beispielsweise Pralinen, Schokokuchen und auch Getränke.