Osterburg l Seine Stimme, die Kirchenportale erbeben lässt, ließ Ronny Weiland im Saal des Osterburger Verwaltungsgebäudes erklingen. Wochentags am Nachmittag und daher zu einer eher ungewöhnlichen Zeit, waren die Voraussetzungen nicht die besten. Dennoch war der Verwaltungssaal sehr gut gefüllt, als mit tiefem Bass „Das Glöckchen“ erklang und Ronny Weiland damit die Besucher seines Konzertes begrüßte.

„Lieder vom Wolgastrand“ hatte er sein Programm überschrieben und mit unverkennbarer, einzigartiger und kraftvoller Bassstimme begeisterte er sein Publikum, riss es immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Zwischen den Liedern plauderte er aus seinem Leben, das er aus der Stadt der Glocken und Socken, aus Apolda, kommt und erst 2004 auf einer Geburtstagsfeier praktisch „entdeckt“ wurde. Nur ein Jahr später sang der gelernte Steinmetz mit den Donkosaken. Er lernte noch kurz Ivan Rebroff kennen und bekam 2008 das Angebot, mit dessen Musikern die Konzerte seines großen Vorbildes zu übernehmen, der am 27. Februar 2008 verstorben war. 1674-mal hatte Rebroff in Frankreich im Musical Anatevka auf der Bühne gestanden. Seinen Paradetitel „Wenn ich einmal reich wär“ bekamen die Osterburger auch zu hören. Innerhalb von Sekunden hatte Weiland das Publikum in seinen Bann gezogen. Er sang live, mal mit und mal ohne Mikrophon, seine mächtige Stimme konnte dabei auch die Technik ersetzen. Lang anhaltender Beifall war der Lohn für diesen bemerkenswerten Auftritt im Osterburger Verwaltungsgebäude.

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