Seehausen l Wie sich das gehört, fand die Exposition zur neuen Seehäuser Sommerkunstmeile am Donnerstag bei Sonnenschein und feierlich mit einem Glas Sekt auf der Insel Am Markt statt, bevor die etwas andere Form der Bilderpräsentation erkundet wurde.

Wie in den beiden Vorjahren stellen die kreativen Damen für die Aktion eine umfangreiche Auswahl ihrer Arbeiten zur Verfügung. Umfangreich, was die Maltechniken von der Zeichnung über das Aquarell bis zum Ölbild ebenso betrifft wie die Motive. Da sind Landschaften und Stillleben zu sehen, dazu Stadtansichten und markante Bauten, aber auch Menschen und Tiere. Wer genau hinschaut, kann sogar Bekanntes aus Seehausen und der näheren Umgebung entdecken. Aber der Ursprung vieler Bilder ist auch einfach nur in der Phantasie der Hobbykünstlerinnen zu suchen.

Die Werke sind an knapp 30 Stationen insbesondere bei den Einzelhändlern zu besichtigen, wofür sich Hannelore Molt ausdrücklich bei den Gastgebern bedankte. Denn es ist ja nicht nur so, dass sich die Geschäfte mit den Bildern schmücken können. Viele machen sogar Platz in ihren dekorierten Auslagen, um eine Plattform für die Bilder zu bieten, die übrigens fast durchweg für vergleichsweise kleines Geld zu haben sind. Der Name der Künstlerin und deren Kontaktdaten sind an den Ausstellungsorten immer am Bild zu finden.

Bilder

Die Frauen stellen ihre Bilder aber auch im Foyer des Rathausnebengebäudes am Schwibbogen und in leerstehenden Geschäften bis in die Steinstraße aus. Sogar private Leute haben ihre Fenster für die Sommerkunstmeile zur Verfügung gestellt.

So viel Initiative im Dienst einer farbenfroheren Hansestadt rief auch Bürgermeister Detlef Neumann auf den Plan, der den Malfrauen bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstagnachmittag für ihre Initiative dankte und ein paar Erfrischungen mit möglicherweise inspirativen Nebenwirkungen als Aufmerksamkeit mitbrachte.