Osterburg l Für die Wohneinrichtung am Heinrich-Heine-Weg plant die Lebenshilfe einen Anbau, der unter anderem sechs neue Einzelzimmer beherbergen wird. Am Heine-Weg sind derzeit 24 Betreute untergebracht, zwölf von ihnen in sechs Doppelzimmern. Letztere soll es zukünftig nicht mehr geben, stellte Geschäftsführerin Regina Bahlke in Aussicht. Das Vorhaben fügt sich nach ihren Angaben in die andauernden Bemühungen der Lebenshilfe ein, „unseren Betreuten mehr Teilhabe und ein möglichst weitgehendes selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“ Im Anbau findet zudem ein neuer Gemeinschaftsraum seinen Platz. Nicht zuletzt wird ein Aufzug installiert, „der erste in dieser Wohneinrichtung“, macht Regina Bahlke deutlich.

Noch laufen die Vorbereitungen für das schon länger anvisierte Projekt, die Bauarbeiten dürften aber in diesem Jahr ihren Anfang nehmen. Bei der angestrebten Aufwertung ihrer Flessauer Kindereinrichtung muss sich die Lebenshilfe aber weiter in Geduld üben. „Wir haben es jetzt schriftlich, dass die Landesinvestitionsbank in diesem Jahr keine Förderung an uns ausreicht“, informiert Bahlke. Immerhin sei dem Flessauer Projekt Fördertauglichkeit bescheinigt worden. Somit bleibe die Hoffnung, im Jahr 2019 mit einer finanziellen Unterstützung bedacht zu werden. Die Lebenshilfe will in Flessau einen Verbinder zwischen beiden Gebäuden errichten und insbesondere die räumliche Situation des Hortbereichs verbessern.

Handlungsbedarf sieht Regina Bahlke auch in der Hauptwerkstatt an der Düsedauer Straße. Die Räumlichkeiten sollen noch besser auf die Anforderungen der Produktion ausgerichtet werden. Die Zuarbeit für Unternehmen aus der Region und darüber hinaus genießt weiterhin große Bedeutung, auch wenn sich die Osterburger Lebenshilfe in den zurückliegenden Jahren breiter aufgestellt und mit Angeboten wie Wäscherei, Autowäsche oder Garten- und Landschaftspflege längst im Dienstleistungssektor etabliert hat. Aktuell zählt die Lebenshilfe 272 Betreute und 130 Mitarbeiter im Werkstatt- und Dienstleistungsbereich.

Für das komplexe Konstrukt der vom gleichnamigen Verein geführten Lebenshilfe, zu dem unter anderem auch noch Einrichtungen der Frühförderung, die Integrative Kita „Waldzwerge“ in Flessau, Wohngruppen und -stätten sowie eine Tageseinrichtung für Rentner gehören, zeichnet sich in diesem Jahr auch eine maßgebliche personelle Weichenstellung ab. Ende 2018 geht die Geschäftsführerin Regina Bahlke in den Ruhestand. Der Wechsel auf der Führungsposition sei aber sorgfältig vorbereitet, zeigen Bahlke sowie die Lebenshilfe-Vereinsvorsitzende Doraliese Möhlmann auf.

So werde der designierte Nachfolger bereits im April seine Arbeit aufnehmen, um sich in Begleitung von Regina Bahlke Schritt für Schritt mit dem Aufgabenfeld an der Spitze der Lebenshilfe vertraut zu machen. Und sich ohne unnötigen Zeitdruck in das gute Arbeitsklima einzuleben. Letzteres streichen Regina Bahlke und Doraliese Möhl­mann besonders heraus: „Es ist uns sehr wichtig, dass sich die Betreuten und Mitarbeiter in unseren Einrichtungen wohl fühlen.“