Meseberg l Nachdem die Meseberger Mühle sowohl zu den Landesliteraturtagen als auch zu den Osterburger Literaturtagen zum Leseort wurde und es den Gästen ausgesprochen gut gefiel, wollten die Mitglieder des Meseberger Mühlenvereins auch mal außer der Reihe einen literarischen Abend gestalten. Gedacht, getan. Die Gastgeber holten dafür die Osterburger Autorin Danuta Ahrends in ihr Dorf.

Der Abend war mit „Darf's ein bisschen Mord sein?“ betitelt, dennoch begann die Autorin mit einer kleinen Frühlingsgeschichte. Es sollte übrigens nicht die einzige Geschichte mit einem Happy End bleiben, auch wenn das Thema Böses vermuten ließ.

In den anderen Geschichten ging es um die dunkleren Seiten der Menschen. „Die zwischenmenschliche Beziehung bietet genug Inspiration für Mord's-Geschichten", ist sich Danuta Ahrends sicher und holte ordentlich aus: Dem untreuen Ehemann wurde Pulver in den Kaffee gemischt, der Geiselnehmer wurde als Geisel genommen, das überfahrene Reh wurde gerächt.

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Osterburger Bibliothek

„Die einzig wahre Geschichte, die Sie heute hören, spielte in der Bibliothek“, kündigte die Autorin ihre Geschichte „Wenn es 13 schlägt“ an. Und erzählte von den kleinen mystischen Begebenheiten, die sich seit ihrer inzwischen zehnjährigen Arbeitszeit in der Osterburger Bibliothek immer mal wieder zutragen. Als kleine Überraschung holte sich Danuta Ahrends zum Schluss Bernhard Sasse mit ins Leseboot.

Sie mimten ein Telefongespräch zwischen einem einsamen Mann und der technischen Notfall-Telefonseelsorge nach. Inspiriert wurde die Autorin durch die Tatsache, dass es immer schwieriger wird in den Hotlines „echte Menschen“ zu finden. Dennoch konnte dem Mann geholfen werden und bei den Zuhörern blieb kaum ein Auge trocken.

Es gab viel Applaus und im Anschluss gute Gespräche und ganz gewiss wird der Abend bei allen in guter Erinnerung bleiben.