Hindenburg/Sanne/Goldbeck l Die Jugendwerkstatt Hindenburg hat am Freitag den Anfang gemacht. Schon die Autoschlangen auf der Dorfstraße kündeten von viel Besuch. „Um 14 Uhr war die Bude voll“, sagte Leiterin Petra Panse. Und da hatte der Adventsmarkt gerade erst begonnen. Draußen, drinnen, überall verteilt standen Händler mit ihren Waren und kümmerte sich die Jugendwerkstatt um Glühwein, Pizza, Kaffee und Kuchen. Nur ein Jugendlicher war nicht aufzufinden. Ausgerechnet der, der im Theaterstück „Weihnachten fällt aus“ den Osterhasen spielte. Er sollte doch dem Weihnachtsmann helfen, da sein Schlitten kaputt war...

In das Kostüm schlüpfte aus der Not heraus schließlich Frank Schneider, Mitarbeiter der Jugendwerkstatt. „Er hat das super gemacht, ist regelrecht über sich hinausgewachsen“, sagte Petra Panse anerkennend. Vom Osterhasen einmal abgesehen, zeigte diese sich sehr zufrieden mit den Jugendlichen. „Sie waren heute total gut motiviert, das sah in der Woche noch ganz anders aus.“

Und den Besuchern hat es auch gefallen. Karin Schulze aus Lichterfelde etwa, gerade frisch in Rente, war das erste Mal beim Hindenburger Weihnachtsmarkt und voll des Lobes. „Ich komme nächstes Jahr wieder, das weiß ich jetzt schon.“ In der Werkstatt bastelte sie gegen kleines Geld gleich mehrere Weihnachtsgestecke für ihre Familie.

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Während Hindenburg mit seinem Adventsmarkt schon routiniert ist, wagten die Sanner am Sonnabend Neuland. Der in dem Dorf aufgewachsene Schauspieler Marten Krebs initiierte einen Adventsmarkt der 100 000 Lichter, die Gemeinde machte mit. Die Lichter sollen für all die Ehrenamtlichen stehen, die aufopferungsvoll keine einfachen Arbeiten verrichten. So gehen die gesammelten Spenden, auch aus dem Umsatz der Händler, auf das Konto der Aidshilfe Magdeburg Nord und des Hospizes Stendal. Marten Krebs konnte für diesen Zweck auch Schauspielerin Barbara Schöne gewinnen. Sie las Weihnachtsgeschichten vor – und schminkte professionell Besucher. Der angekündigte Starvisagist René Koch musste kurzfristig absagen, aber auch Barbara Schöne hat bei ihm ein Schmink-Diplom gemacht. Bürgermeister Uwe Rihsmann war angetan von dem Markt und sprach schon von einer Wiederholung.

Die scheint auch für den Goldbecker Weihnachtlichen Nachmittag gewiss. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Goldbecker ihre alte Zucker­halle als Veranstaltungsort etablieren wollen – er kam am Sonnabend. Die große Halle war proppenvoll und nicht nur Bürgermeister Torsten Dobberkau naturgemäß zufrieden mit der Veranstaltung. Ein Gewusel, ein Gedränge. Die schon zur Tradition des Nachmittags gewordene Überraschung entpuppte sich in diesem Jahr als ein „Muskelkünstler“ aus Hannover, gebucht über die Künstlervermittlung der Arbeitsagentur Berlin. Und finanziert über Sponsorengelder örtlicher Unternehmen. Auch die gut elf Meter hohe Fichte war eine Spende: von Familie Harig aus Goldbeck.

Gunnar Benke aus Rochau war das erste Mal beim Weihnachtlichen Nachmittag, der im zweiten Jahr in der Zuckerhalle stattfand. Gerade das fand er so gut. „Das ist auch was für die nächste Weihnacht.“