Goldbeck l 103 Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klassen werden am kommenden Montag in einer neuen Schule lernen: Die Goldbecker Grundschüler nehmen ab der kommenden Woche in modernen Klassenräumen Platz – der Neubau an der Friedrich-Ebert-Straße wird eingeweiht.

In dieser Herbstferien-Woche zog die Einrichtung um, wobei die Pädagogen um Schulleiter Jens-Uwe Marquardt kräftig mitanpackten. Schränke, Stühle, Tafeln und rund 200 Kisten an Unterrichtsmaterialien wurden am alten Gebäude ein- und im künftigen neuen Lernort entladen, wobei ein Stendaler Umzugsunternehmen zur Verfügung stand. Am gestrigen Freitag war Schulleiter Jens-Uwe Marquardt froh, dass in dem neuen Haus Ordnung eingezogen ist. „Das hat alles sehr gut funktioniert“, lobt der Schulleiter die helfenden Mitarbeiter. Speziell möchte er sich bei Ralf Müller, Hausmeister bei der Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinde, und bei Christiane Zander, Mitarbeiterin bei der Verwaltung, bedanken. Gestern gab es noch einige Restarbeiten: In einem Klassenraum wurde beispielsweise noch eine Tafel montiert, an anderen Stellen setzte Sven Deuschle noch einige Türschlösser ein.

Für den Unterrichtsstart am Montag ist alles vorbereitet. Das Team der Goldbecker Schule freut sich auf die neuen Bedingungen. Die Organisation im alten Gebäude, das 1900 eingeweiht worden war, war alles andere als einfach. Schüler und Lehrer nutzen am alten Standort vier Gebäude. „Nun ist alles unter einem Dach“, sagt Marquardt. Den derzeit fünf Klassen stehen neben den fünf Klassenräumen und dem Raum für das Fach Gestalten unter anderem eine Bibliothek sowie Räume für Kleingruppenförderunterricht zur Verfügung. Der Speiseraum – wie gehabt wird die Einrichtung vom bisherigen Anbieter zur Mittagszeit beliefert – befindet sich im vorderen Bereich des Gebäudes, bei dem die Farbe Orange dominiert.

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Um lange Freude an dem neuen Zustand im Gebäude zu haben, heißt es: Schuhe aus! Die Schülerinnen und Schüler sollten daher am Montag ihre Hausschuhe nicht vergessen. Weiterhin bittet der Schulleiter die Eltern während der aktuellen Corona-Lage um Verständnis, dass sie das Gebäude inklusive des Geländes nicht betreten sollten. „Nur in sehr dringenden Angelegenheiten, die zuvor terminlich vereinbart wurden“, betont Marquardt, der hofft, dass die Sorgeberechtigten ihre Kinder an der Eingangspforte „abgeben“. Zu einem späteren Zeitpunkt haben sie die Chance, ausgiebig den neuen Lernort zu inspizieren. „Wir werden ein Schulfest organisieren. Der Termin steht noch nicht fest“, so Marquardt.

Fest steht hingegen der Termin der offiziellen Einweihung der neuen Goldbecker Grundschule: Die Verbandsgemeinde erwartet am 2. November unter anderem Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (CDU). Die Kommune konnte beim Neubau auf Fördermittel zurückgreifen. Das Land unterstützte das Vorhaben aus dem Stark-III-Fördertopf mit rund 1,5 Millionen Euro. Rund zwei Millionen Euro kostete der Bau. Damit befinden sich Sekundar- und Grundschule sowie die Sporthalle an einem Ort. Die einstige Idee der Gemeinde von einem Schulcampus wurde in die Tat umgesetzt.