Osterburg l Aquarelle hängen an den Wänden des Osterburger Kreismuseums, aber auch Öl auf Leinwand oder Öl auf Hartfaser. Bei der Auswahl der Bilder für die Ausstellung „Landschaftsimpressionen“ von Günter Lüder (88) hat Frank Hoche als Leiter des Kreismuseums Osterburg auf eine möglichst breite Streuung geachtet. 55 Werke fuhr er von Meseberg nach Osterburg, an diesem Sonntag um 14.30 Uhr wird die Sonderausstellung eröffnet. Hereinspaziert!

Es ist die erste von sieben für 2020 geplanten Ausstellungen des Hauses. Der Räbeler Gerhard Seidel wird genauso Werke zeigen wie der Kreativkurs der Kreisvolkshochschule Stendal. Stipendiatinnen des Kunsthofs Dahrenstedt erhalten eine Bühne und abermals die Schüler des Osterburger Gymnasiums. Anlässlich des 85. Geburtstags des Hauses plant Hoche „einen Streifzug durch Geschichte und Sammlungen“. Das Museumsjahr schließt mit einer Weihnachtsausstellung, wofür der Volksstimme-Artikel „Wer alles im Museum wohnt“ über die Puppen des Hauses vom 18. Dezember der Anstoß gewesen sei. Es gab nämlich Schenkungen! Einmal von einer Neukirchnerin, die der Einrichtung einen Jugendstil-Puppenwagen etwa von 1910 überließ. Und von einer Bretscherin, die dem Haus – nach einer Puppe vor einigen Jahren – nun noch einen kleinen Trommler aus den 1930er Jahren vermachte. Er mutet an wie Oskar Matzerath aus der „Blechtrommel“ von Günter Grass. Und trommelt sogar noch, wenn man an seiner Schraube dreht.

Beinahe wäre das Museum infolge des Beitrags sogar Besitzer einer Schmidt-Puppen-Sammlung geworden. Ein Osterburger wollte sie dem Haus überlassen, nahm aber wieder davon Abstand, nachdem er nochmals Familienrat gehalten hatte. Ein Clou ist die Meldung trotzdem: „Wir können die Puppen als Leihgabe bekommen.“ Als Leihgabe für die Weihnachtsausstellung, die sich Hoche bei so schönem Spielzeug aufgedrängt habe.

Bilder

Aber jetzt ist erstmal Günter Lüder an der Reihe. Mit sanftem Pinselstrich hat der hochbetagte Meseberger in seinem Leben vor allem viele Landschaften zu Papier gebracht. Zur Eröffnung am Sonntag ist der Künstler selbst vor Ort.