Osterburg l Für die feierliche und vom Schulchor musikalisch umrahmte Übergabe des Anbaus hatte Schulleiterin Elke Hein zum Stift gegriffen, um ein kleines Gedicht zu formulieren. In ihren Reimen schaute sie auf die beengten Bedingungen im früheren Schulspeiseraum, die Bemühungen um die Mensa und den Bau zurück, um den Mehrzweckraum schließlich als „wahr gewordenen Traum“ zu feiern. Landrat Carsten Wulfänger (CDU) freute sich über eine erfolgreich abgeschlossene Zwischenetappe, in die er neben der Mensa unter anderem auch einen sanierten Raum für den Schulsanitätsdienst sowie aufgewertete Räumlichkeiten für die Schülerfirma „Mag’s“ verortete.

Weitere Inhalte des rund 3,6 Millionen Euro schweren und aus dem Stark III-Geldtopf geförderten Investitionspaketes wie der neue Aufzug an der Vorderfront zwischen den Häusern A und B warten indes noch auf ihre Fertigstellung. Sie sollen im Sommer in die Tat umgesetzt sein, kündigte Wulfänger an. Auch dann werde aber noch kein Schlussstrich gezogen, so der Landrat. Denn dank eines weiteren Förderprogramms nimmt der Landkreis einen zusätzlichen Betrag von rund einer Million Euro in die Hand, um noch ausstehende Klassenräume im Bereich der Häuser A und B zu erneuern sowie im Haus C Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Diese Arbeiten sollen im nächsten Jahr ihren Abschluss finden.

Der Mehrzweckraum steht dem Gymnasium dagegen ab sofort zur Verfügung. Er übernimmt nach den Winterferien die Funktion der Mensa, zudem dürfte er neben der Aula als zweiter Veranstaltungsort dienen. Der Container, der im Sommer 2014 zwischen Sporthalle und C-Gebäude aufgestellt wurde und seither als Speiseraum genutzt wurde, hat dagegen ausgedient. Er verbleibt aber bis mindestens zum Ende des Unterrichtsjahres an seinem Standort. Geht es nach dem Gymnasium, sogar noch darüber hinaus. Die Schule würde sich wünschen, dass der Container bis zum Abschluss der gesamten Sanierungsmaßnahme als möglicher Ausweichort für Unterricht zur Verfügung stünde, sagte Elke Hein. Ob der Kreis dabei mitspielt, bleibt abzuwarten. Schließlich kostet der Container Geld. Für das Provisorium müsse der Landkreis jährlich 40.000 Euro Miete zahlen, zeigte Landrat Carsten Wulfänger auf.

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