Osterburg l Schon im Juni 2013 zurrten Kulturförderer und Einheitsgemeinde ihre Zusammenarbeit für einen „Wissen der Region“-Band über die Einheitsgemeinde Osterburg fest. Damals beschlossen die Stadtväter einstimmig, 5500 Euro für die Erarbeitung und Herausgabe des Buches zur Verfügung zu stellen. Die damals anvisierte zeitnahe Umsetzung des Projekts sei aber vom Elbehochwasser im Sommer 2013 hinweggespült worden, blickte Wolfgang Haacker zurück. „Wir haben uns damals wegen der Flut dazu entschlossen, erst einmal über die Elbe zu gehen und einen Band über den Elbe-Havel-Winkel in Angriff zu nehmen“, begründete der Walslebener.

Haacker, der die Buchreihe seit ihren Anfängen im Jahr 2005 begleitet und spätestens mit Erarbeitung des zweiten Bandes maßgeblich verantwortet, war gestern gemeinsam mit Lektorin Bärbel Conrad und dem Kulturfördervereinsvorsitzenden Eike Trumpf beim Osterburger Bürgermeister Nico Schulz zu Gast, um die Kooperation zwischen Verein und Kommune vertraglich zu besiegeln.

Finanzierung

Damit steht die Finanzierung, jetzt rücken die Inhalte in den Vordergrund. Einige Beiträge wie beispielsweise vom Stendaler Eisenbahnkenner Wolfgang List über die altmärkische Kleinbahn liegen den Kulturförderern schon vor. Unter dem Credo „Osterburg einst und jetzt“ suchen die Herausgeber aber weitere Einwohner, die das mit 450 Seiten und zahlreichen Fotografien geplante Buch mit Geschichten aus möglichst vielen Orten der Einheitsgemeinde bereichern möchten. Dabei bauen sie auf den Erinnerungsschatz von Senioren, ebenso sind aber auch jüngere Einwohner angesprochen, sich mit Texten einzubringen. Über die Zeit nach der Wende, persönlichen Entwicklungen oder schlicht aus dem Osterburg von Heute, Geschichten aus dem eigenen Blickwinkel eben. „Wir planen kein historisches Werk, wir machen Literatur“, stellten die Herausgeber in diesem Zusammenhang klar.

Sie freuen sich über jeden, der selbst zur Feder greift. „Wir hören aber ebenso gern zu und schreiben Erzähltes auf“, betonte Barbara Conrad. Die frühere Lehrerin sicherte auch zu, dass die Erzähler die aus den Gesprächen entstandenen Texte gegenlesen können, bevor sie Eingang in das Buch finden. Autoren, die selbst schreiben, werden ihre Beiträge nach Bearbeitung durch die Lektorin zudem zur Autorisierung zugeschickt. Weitere Post steht allen Mitschreibern und Erzählern nach Veröffentlichung des Bandes ins Haus – ihnen stellten die Herausgeber jeweils ein Freiexemplar in Aussicht.

Darauf darf sich vermutlich auch der Osterburger Bürgermeister freuen. Nico Schulz gab den Kulturförderern schon einen eigenen Beitrag in die Hand. Über die Geschichte seines Heimatdorfes Krumke, die er 1991 im Rahmen einer Jahresarbeit als Elftklässler am Markgraf-Albrecht-Gymnasium aufgeschrieben hatte.

Wer mitmachen möchte, setzt sich bitte mit Bärbel Conrad oder Wolfgang Haacker in Verbindung. Bärbel Conrad ist unter Telefon 039322/228072 oder per Email baerbelconrad@gmail.com erreichbar, Wolfgang Haacker unter 039388/29368 oder dr.sabine@haacker.de.