Angefahren

OP am Hinterlauf: Dobbruner retten verletztes Rehkitz

Von Karina Hoppe
Am Montagabend gab Jana Laaß dem Rehkitz von Dobbrun Kondensmilch. Mit ein bisschen Nachhelfen trank es auch.
Am Montagabend gab Jana Laaß dem Rehkitz von Dobbrun Kondensmilch. Mit ein bisschen Nachhelfen trank es auch. Foto: Sven Laaß

Dobbrun - Glück im Unglück: Das Rehkitz wurde zwar offenbar angefahren, lag aber so dicht am Weg nahe Dobbrun, dass eine Autofahrerin es am Montagmorgen fand. Und angesichts des schreienden Bündels Jäger Sven Laaß aus Dobbrun anrief. Damit er es leider erlösen würde, aber weit gefehlt: Laaß informierte die Dobbruner Tierärztin Karina Krüger, die das Kitz am Abend erstversorgte und es am Dienstag mit in die Stendaler Tierarztpraxis Frister & Bessert nahm, wo der offene Bruch am Hinterlauf ehrenamtlich operiert wurde. Am Abend zuvor versorgte Jana Laaß das Findelkind mit Kondensmilch aus einer Babyflasche, die Nachbarin Käthe Leischke schnell zur Verfügung stellte. Das weibliche Reh kommt nun zu einer erfahrenen Reh-Pflegemutti nach Tangermünde. Um später zwar anders als seine Artgenossen, aber immerhin zu leben. „Wir sind ja nicht nur Jäger, wir sind auch Heger“, sagte Laaß.