Kultur

„Osterburger Sommernächte“: Initiator kündigt für 2022 eine Neuauflage an

Mit einem Auftritt der Band „Past“ ist am Wochenende die Zweitauflage der „Osterburger Sommernächte“ zu Ende gegangen. Sie hat weniger Besucher angezogen als die Premiere im Vorjahr, dennoch ist Initiator Wolfgang Tramp (Die Linke) mit der Resonanz zufrieden.

Von Nico Maß
Einwohner aus Osterburg und Umgebung genossen am Sonnabend im Biesebad ein Konzert mit der Band ?Past?. Der Musikabend setzte den Schlusspunkt hinter die ?Osterburger Sommernächte?.
Einwohner aus Osterburg und Umgebung genossen am Sonnabend im Biesebad ein Konzert mit der Band ?Past?. Der Musikabend setzte den Schlusspunkt hinter die ?Osterburger Sommernächte?. Foto: Nico Maß

Osterburg - Das Finale der „Osterburger Sommernächte“ mit den Lokalmatadoren der Gruppe „Past“ lockte am Sonnabend noch einmal 280 Besucher ins Biesebad. Das Menschengewimmel in der Freizeitstätte dürfte die Veranstalter erfreut haben. Insgesamt aber blieb die Resonanz auf die Angebote der „Osterburger Sommernächte“ unter den Zahlen der Premiere, fasste Wolfgang Tramp auf Nachfrage der Volksstimme zusammen.

Für den Vorsitzenden des Stadtrats-Kulturausschusses, der den Veranstaltungsreigen im ersten Corona-Sommer 2020 initiiert hat, „um unseren Leuten nach dem Ausfall des Stadtfestes und vieler anderer Veranstaltungen wieder etwas Kultur zu bieten“, liegen die Gründe dafür auf der Hand. „Viele Leute waren ganz bestimmt nicht begeistert darüber, dass sie sich für den Eintritt zu mehreren Veranstaltungen auf Corona testen lassen oder einen aktuellen Test vorweisen mussten.“ Dies habe ganz sicher Besucher abgeschreckt, ist Tramp überzeugt. Und auch die Eintrittspreise, die die Gastgeber diesmal im Gegensatz zum Vorjahr für die meisten Veranstaltungen aufriefen, habe den einen oder anderen vom Besuch abgehalten.

Das Publikumsinteresse sei also etwas abgeflaut, sonst aber blickt der Initiator mit einem Lächeln auf die diesjährige Zweitauflage der „Osterburger Sommernächte“ zurück. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“ Dabei freut es Tramp besonders, dass sich insbesondere auch Neuheiten der „Sommernächte“ prima geschlagen hätten. „Ich denke da an unser Kindersommerfest oder auch den Poetry-Slam-Abend auf dem Hof der Stadt- und Kreisbibliothek“, nannte Tramp Beispiele. Eine andere Premiere zielte insbesondere auf Senioren. Der Musiknachmittag mit der Seehäuser Oldie-Blaskapelle im Biesebad sei von den Einwohnern aus Osterburg und Umgebung aber nicht wie erhofft angenommen worden. „Da bin ich schon ein bisschen enttäuscht“, sagte der Kulturausschuss-Chef. Ob die Kommune im Sommer 2022 noch einmal eine Blasmusik-Veranstaltung auf die Beine stelle oder sich möglicherweise mit einem anderen Angebot an ältere Einwohner richte, sei Stand heute völlig offen. „Das werden wir noch besprechen“, kündigte Tramp an.

Sicher ist dagegen, dass die neue Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr eine Fortsetzung erleben soll. „Und das völlig unabhängig davon, ob unser Stadt- und Spargelfest stattfindet oder nicht“, stellt Tramp klar.

Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass die Finanzierung der „Osterburger Sommernächte“ dann neue Fragen aufwerfen dürfte. Denn für die Premiere und voraussichtlich auch für die jetzt beendete Auflage konnte die Einheitsgemeinde Osterburg auf Sponsorengelder zurückgreifen, die ursprünglich für die coronabedingt abgesagten Stadtfeste gedacht waren. Geht die Osterburger Spargelparty im kommenden Jahr wieder über die Bühne, stehen diese Sponsorengelder nicht zur Verfügung. „Wir werden uns natürlich trotzdem bemühen, Sponsoren für die ,Osterburger Sommernächte' zu aktivieren“, kündigte Tramp an. Und auch die „Geldbörse“ des Kulturausschusses will er für die nächste Auflage der Veranstaltungsreihe öffnen. Dem Ausschuss stehe ein Budget in Höhe von 5000 Euro, zur Verfügung „das wir für die ,Sommernächte' nutzen können“, äußerte der Stadtpolitiker.