Jugendaustausch

Pfarrbereich Klein Schwechten freut sich über Gäste aus Amerika

Die Beteiligten hofften und bangten. Am Ende kam der Jugendaustausch zwischen dem Pfarrbereich Klein Schwechten und der befreundeten Kirchengemeinde aus Frederick/USA zustande.

Von Ingo Gutsche
Jugendliche und Betreuer des Pfarrbereichs Klein Schwechten und der United Church of Christ in Frederick (Bundesstaat Maryland) besuchten die KZ-Gedenkstätte in Ravensbrück. Seit 2013 gibt es die freundschaftlichen Beziehungen.
Jugendliche und Betreuer des Pfarrbereichs Klein Schwechten und der United Church of Christ in Frederick (Bundesstaat Maryland) besuchten die KZ-Gedenkstätte in Ravensbrück. Seit 2013 gibt es die freundschaftlichen Beziehungen. Foto: Pfarrbereich Klein Schwechten

Klein Schwechten - Der Jugendaustausch stand lange Zeit auf der Kippe. Letztendlich begrüßten die Mitglieder des Pfarrbereiches Klein Schwechten voller Freude die Gäste aus den Vereinigten Staaten und verbrachten mit ihnen interessante Tage.

Jugendgottesdienst zum Thema Hoffnung

Nachdem im vorigen Jahr die Jugendbegegnung mit der United Church of Christ aus Frederick, einem Ort im Bundesstaat Maryland an der Ostküste, coronabedingt ausfiel, haben die Organisatoren „trotz allen Widrigkeiten“ die Planung für das Treffen aufgenommen. Alle Beteiligten bangten und hofften. Mit den Lockerungen der Einreisebedingungen aus den Vereinigten Staaten stand dem Besuch nichts mehr im Weg – und so begrüßten die Altmärker am 24. Juli zwölf Jugendliche mit ihren drei Begleitern in Berlin.

Der Ankunftsnachmittag startete mit Kennenlernspielen und gemeinsamem Grillen am Pfarrhaus in Klein Schwechten. „Dabei konnten sich die 13 Jugendlichen unseres Pfarrbereichs erstmals mit den Gästen austauschen“, teilt Maren Schlemmer im Namen des Organisationsteams mit. Bei den Familien Schernikau und Schlemmer in Möllendorf, den Familien Schaaf, Pieper und Francke in Goldbeck und bei Familie Büttgen in Klein Schwechten wurden die Jugendlichen und Betreuer aus der Partnergemeinde liebevoll aufgenommen. Jede Familie sorgte neben den gemeinsamen Aktivitäten für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Um einige Beispiele zu nennen: Unter anderem ging es in die Reithalle nach Krumke, zu Kirchenbesichtigungen oder auf Tour durch die Altmark. Kartenspiele und Poolparty sorgten ebenfalls für viel Spaß. Ein besonderer Moment, an denen sich alle gern zurückerinnern, war der Jugendgottesdienst in der Kirche in Klein Schwechten. Pfarrer Alexander Schwartz erhielt dabei die Unterstützung von Pastorin Babara Kershner Daniel aus der Gemeinde Frederick. Während des Gottesdienstes teilten die deutschen und amerikanischen Jugendlichen ihre Meinungen zum Thema Hoffnung mit. Die musikalische Umrahmung mit Gitarre, Ukulele und Cello übernahmen Alexander Schwartz und Alida Kilanowitsch. Abschließend wurde sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt. „Ein besonderes Dankeschön an alle Kuchenbäcker und an Jana Meyer, Kristin Meyer und Birgit Erxleben für die Vor- und Nachbereitung“, so das Organisationsteam.

Die Kollekte ging nach Rücksprache mit den Gemeindekirchenräten an die vom Hochwasser betroffenen Kirchengemeinden in Inden-Langerwehe. „Mit Jugendlichen dieser Gemeinde gab es schon gemeinsame Treffen unserer Jugend und den Jugendlichen aus den USA.“

Für fünf Tage fuhren alle Teilnehmer in die Jugendherberge nach Ravensbrück. Dort gab es von den Jugendlichen vorbereitete Workshops zu den Themen Covid 19, Demokratie und Empowerment, bei denen sich die Jugendlichen durch Fragen und Antworten aus der jeweiligen Sicht austauschten. Außerdem wurde die KZ-Gedenkstätte Ravensbrück besucht. „Der Besuch hat starke Eindrücke bei allen Teilnehmern hinterlassen.“

„Zwischendurch gab es Paddeltour, Stadtrallye, Volleyball, Baden, Draisine fahren und Werwolf-Kartenspiel – einfach ein tolles Programm. Nur über den Brathering am letzten Abendessen waren nicht alle begeistert“, blickten die Organisatoren zurück. Auf der Rückfahrt gab es einen Zwischenstopp in Potsdam. Dort nahmen die Jugendlichen und Betreuer das Schloss Cecilienhof und die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ in Augenschein. Danach blieb auch noch etwas Zeit für den Schlosspark Sanssouci.

Den Schlusspunkt einer austauschreichen Woche setzte das gemeinsame Frühstück am Abschlusstag. Ein Dankeschön an die Tagespflege „Klein Schwechtener Heidestube“: „Dort konnten wir bei einem leckeren Frühstücksbüfett und gemeinsamen Dankgebet Abschied nehmen. Mit viel Wehmut, aber mit der Hoffnung im Herzen, dass wir uns im Sommer 2022 in den USA wiedersehen, wurden unsere Gäste verabschiedet.“

Das Treffen wurde gefördert vom Kirchenkreis Stendal und der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend.