Osterburg l Nach 27 Jahren kann die Wiederbelebung eines Radrennens, inklusiver kleiner Friedensfahrt im Herzen der Stadt, bei bestem Wetter als Erfolg gewertet werden.

Mit 230 gemeldeten Teilnehmern herrschte bei der Premiere am Sonntag (16. September) ein großer Andrang. Start-und Zielpunkt bildete der Parkplatz an der Sekundarschule. Von der Ballerstedter Straße ging es in die Melkerstraße in Richtung Platz des Friedens entlang der Breiten Straße in die Bismarker Straße und anschließend wieder in die Ballerstedter Straße. Eine Runde umfasste 1,7 Kilometer. Die Polizei sicherte den Kurs ab, zusammen mit der Osterburger Feuerwehr und den Ortswehren Meseberg, Dobbrun, Ballerstedt, Polkau, Polkern, Calberwisch, Walsleben, Wollenrade, Erxleben und Krevese. Sie hatten stets ein wachsames Auge und übernahmen die Aufgaben des Streckenpostens. Für den Ernstfall stand auch ein Krankenwagen bereit.

Zahlreiche Anwohner säumten die Straßen und feuerten die Protagonisten lautstark an. Neben den kleinen Friedensfahrten der zweiten, dritten und vierten Klassen der Grundschulen „Am Hain“, „Anne Frank“ und aus Flessau fanden auch die Rennen des Radsport-Verbandes für U11, U13, U15 und U17 statt. Die Erwachsenen starteten zudem in einem Rennen für Freizeitsportler und einem Rennen der Männer C-Klasse.

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Die schnellsten Osterburger wurden Melanie Wiechert und Christian Kallus. Vor allem die Hobby-Pedalritter kamen bei dem Event auf ihre Kosten. „Der Kurs war klasse und die vielen Anfeuerungen der Anwohner waren toll“, hieß es im Tenor einer Polkauer Fahrrad-Truppe. „Ich habe mich erst am Freitag ganz entspannt vorbereitet. Luft gepumpt und dann mal eine Runde gedreht. Dabei sein ist alles!“, verriet Guido Obara, der dabei keine ernsthaften Bestrebungen auf vordere Podestplätze hegte.

Der verkaufsoffene Sonntag kam bei den Einzelhändlern ebenfalls gut an. „Es ist eine tolle Sache, und ich mache da auch im nächsten Jahr wieder mit“, zeigte sich beispielsweise Unternehmer Torsten Engels zufrieden. Für die Kinder gab es außerdem Bespaßung auf einem Bungee-Trampolin auf dem Hilliges-Platz. Nach der Veranstaltung klang der sportliche Tag bei einer „Après Rad-Party“ in der „Sachsenfalle“ aus. Das Team der Lokalität zeigte sich während des Rennens zudem für die Versorgung verantwortlich. „Der Grundstein für eine Traditionsveranstaltung könnte somit gelegt sein“, meinte Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose.

Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Nico Schulz rief in seiner Dankesrede an die Sponsoren und vielen Helfer schon einmal auf, über die Gründung eines örtlichen Radsportvereins nachzudenken.