Krüden l Die Suche nach verborgenen Schätzen hat den Krüdener Mathias Kelm jetzt in die Selbständigkeit geführt.

Auch wenn der 30-Jährige einen Antiquitätenhandel aufbauen will, gilt sein besonderes Interesse momentan vor allem der Zeit, die seine Eltern und noch mehr die Großeltern geprägt hat – nämlich die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Polster von Cocktailsesseln noch Ferderkerne hatten, die Radios mit Röhren spielten und Couchtische nierenförmig waren. Wobei der gelernte Fruchtsafttechniker, der sich das fachliche Rüstzeug per Fernstudium holte, auf Vintage wert legt. Also Original-Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus der Zeit bis 1980 aufgearbeitet ein zweites Leben ermöglicht.

Wobei es sich bei Retro um neue Produkte handelt, die „nur“ die Form- und Farbgebung alter Designs aufgreifen. Kelm begeistert sich aber nicht nur für die damaligen Formen, er ist auch von der wertigen Arbeit aus der Zeit überzeugt. Fündig wird er zum Beispiel bei Flohmarktbesuchen oder bei Haushaltsauflösungen. Manches wird ihm auch direkt angeboten.