Altenzaun l  In Erinnerung an dieses Ereignis wird das Gefecht am Sonnabend, 29. Oktober, am Originalschauplatz nachgestellt. Die Vorbereitungen laufen. Der Programmablauf steht. Die Treffen des Arbeitskreises zur Nachstellung des Gefechts bei Altenzaun 1806 gingen in die nächste Runde. Vertreter der Veranstalter - Gemeinde Hohenberg-Krusemark für den Ortsteil Altenzaun, das 10. Husaren-Regiment i.Tr. Stendal, das 3. Linieninfanterieregiment 1813, der Kulturförderverein „Östliche Altmark“ - kamen zusammen, um Details abzusprechen, den Ablauf zusammenzustellen. Das Programm steht.

Eröffnet wird der 210. Jahrestag des Gefechts bei Altenzaun Sonnabend, 29. Oktober, um 9.30 Uhr am Yorck-Stein nahe Altenzaun. Ein Feldgottesdienst folgt. Höhepunkt ist um 15 Uhr auf dem historischen Gefechtsfeld das Nachstellen des militärischen Geschehens. In der Deckung des Abzugs Blüchers nach Norden über die Elbe gelang Graf Ludwig Yorck von Wartenburg am 26. Oktober 1806 das erfolgreiche Gefecht bei Altenzaun. Es gab dem durch die verlorene Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt (14. Oktober) demoralisierten preußischen Heer neue Hoffnung. Auf einem Drittel des Originalschauplatzes wird dieses Gefecht nachgestellt, auch mit der Kriegslist Yorcks (er ließ ein Feuer auf einem weit entfernten Hügel anzündete, damit die gegnerischen Truppen glaubten, dort lagere er). Wie Kay Kowollik, Corporal im 3. Linieninfanterieregiment 1813, betonte, werden die Darsteller „authentische Kostüme, keine Faschingskostüme“ tragen.

Projekttag im Gymnasium zum Gefechtsgeschehen

„Die Besucher müssen neugierig gemacht werden, auf den militärischen Teil am Nachmittag“, so Wolfgang Haacker vom Kulturförderverein „Östliche Altmark“. Unter anderem soll dies durch das Exerzieren bei nachgestellter Rekrutenausbildung passieren. Dazu wird das Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg mit ins Boot geholt. Für die 9., 10. und 11. Klassen wird ein Projekttag zu diesem Ereignis angeboten. Freiwillige Jungen beteiligen sich an der Vorführung der historischen Rekrutenausbildung nach französischem Reglement.

Den ganzen Tag über erhalten die Besucher Einblicke in die Lebenssituation jener Zeit. Biwaks militärischer Einheiten sind zu besichtigen, reiterliche Darbietungen werden gezeigt. Dr. Maria von Katte referiert zum Thema „Die Altmark erhebt sich gegen Napoleon“. Vorgeführt werden Tänze aus der napoleonischen Zeit durch die Stendaler Tanzgruppe „Reifrock“. Am Abend klingt der Jahrestag mit Tanz im Festzelt aus.

An den 200. Jahrestag im Jahr 2006 erinnert eine Ausstellung im von der Gefechtsstätte zwei Kilometer entfernten Dorfgemeinschaftshaus in Altenzaun. Ein Kremser bietet ganztägig einen Shuttleservice an. Damals zählten die Veranstalter um die 2000 Besucher. Diese Zahl haben sie sich diesmal auch gesetzt.

Die Versorgung der Besucher ist abgesichert, so die Veranstalter. Parkplätze und Sanitärmöglichkeiten sind vorhanden. Gegen ein Eintrittsgeld erhält jeder Gast ein Bändchen am Einlass.