Flessau l Die Untersuchungen verliefen akribisch, sie forderten Zeit. Und brachten am Ende ein Ergebnis, dass die Stadtväter nicht zufrieden stellt. Denn es legte offen, dass das zur Verfügung stehende Finanzvolumen von 2,6 Millionen Euro zur Sanierung der Schule nicht genügt, um auch eine große Schulküche in die Tat umzusetzen. Letztere würde allein um die 800 000 Euro kosten, zeigte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf. So bleibt es vorerst bei Mensa mit Essenausgabe, aus den Augen verliert die Einheitsgemeinde ihr Küchenprojekt aber nicht. „Wir wollen eine andere Förderquelle erschließen und suchen deshalb nach einem geeigneten Programm, um diese Küche verwirklichen zu können“, sagte Köberle. Erfüllt sich die Hoffnung und übernimmt wie von der Einheitsgemeinde gewollt ein Caterer den Küchenbetrieb, könnten neben den Flessauer Grundschülern und Kita-Knirpsen noch weitere Einrichtungen und Lernorte in der Einheitsgemeinde von dem Essensangebot profitieren.

Das ist aber noch Zukunftsmusik. Bislang brachten die Untersuchungen zur Küche nur einen Zeitverzug mit sich, der den Beginn der Arbeiten von den Sommerferien auf den 4. September schiebt. Dies sei kein Problem und für den Bauablauf unerheblich, so Matthias Köberle. Der vom Bund als Fördergeldgeber quasi vorgegebene Zeitrahmen, die Sanierung von Schulgebäude und Sporthalle soll im Herbst 2018 abgeschlossen sein, könne sicher gehalten werden.

Fest steht bereits, dass sich die ersten Arbeiten auf die Dacherneuerung und die Fassade des Schulgebäudes konzentrieren werden. Bei letzterer bildet die Wärmedämmung einen Schwerpunkt. Aber auch das zukünftige Erscheinungsbild spielt eine große Rolle. So sollen möglichst viele Vorschläge und Ideen von Schülern in die Gestaltung der Fassade mit einfließen. „Das stärkt die Identifikation der Kinder mit ihrer Schule. Und trägt bestimmt auch dazu bei, die Akzeptanz für die Bauarbeiten zu vergrößern“, so der Bauamtsleiter. Um das Großprojekt möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen, setzt die Kommune auch auf eine enge Zusammenarbeit und einen intensven Austausch mit dem Lernort. Schulleiter Olaf Jaensch sei in die Planungen involviert und nehme selbstverständlich auch an den Bauberatungen teil, sagte Matthias Köberle.

Klar ist: Dem Unterrichtsstandort steht Einschneidendes ins Haus. So nehmen sich Handwerkr am und im Schulgebäude neben Dach und Fassade unter anderem einen Anbau, einen behindertengerechten Aufzug, eine Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach sowie LED-Beleuchtungen vor. Für die Sporthalle sind der Austausch sämtlicher Fenster, die Erneuerung der sanitären Einrichtungen, der Einbau einer barrierefreien Toilette sowie die Dämmung der Fassade geplant. Finanziert wird die Maßnahme zum Großteil mit insgesamt 2,3 Millionen Euro aus einem Zukuntsinvestitionsprogramm des Bundes, weitere Gelder zum 2,6 Millionen Euro-Projekt steuert die Einheitsgemeinde aus der eigenen Kasse bei.