Hallenbad

Schwimmer sollen auch entspannen

Für das Osterburger Hallenbad zeichnen sich umfangreiche Arbeiten ab. Dabei geht es nicht nur um Sanierung.

Von Jörg Gerber

Osterburg l Nach einer Kostenschätzung muss die Einheitsgemeinde als Eigentümer rund 1,8 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Bädertechnik in Ordnung zu bringen, das Rohr- und Leitungsnetz zu sanieren und das Ärgernis mit schadhaften Fliesen durch das Verlegen von neuem Material im 25 mal 12 Meter großen Hallenbecken auf Dauer abzustellen. Um diese Mammutaufgabe finanziell zu stemmen, setzen Kommune und Sportschule darauf, dass das Land bei der Sanierung mithilft und Fördergelder ausreicht. Die sollen möglichst bis zu 90 Prozent der Sanierungskosten decken. Das Antragsverfahren für die Fördermittel liegt bei der Kommune, die Sportschule habe aber Zuarbeiten dafür eingebracht, sagte Stefanie Lück, Betriebsleiterin der Einrichtung. Die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Sportschule sei sehr gut, schätzte sie ein.

Greift das Land den Antragstellern wie erhofft unter die Arme und rücken in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich Handwerker an, geht es nicht nur um pure Schadensbehebung. Es dürfte sich mehr verändern. So soll das Hallenbad an das bestehende Tourismuskonzept der Stadt angepasst werden. Es könnte barrierefrei werden, eine Treppe soll in das Becken führen. Dort, wo jetzt Kinderbecken und Wärmebereich sind, ist ein kleiner Wellnessbereich angedacht. Nicht zuletzt steht als mögliche Option auch die Einrichtung einer Sauna im Raum. Badegäste sollen zukünftig nicht nur schwimmen, sondern auch entspannen können. Damit möchte die Sportschule nicht nur ihre Hausgäste oder Einwohner ansprechen, sondern auch Reisende, die Osterburg nur kurz besuchen oder die auf der Durchreise sind.

Mit Blick auf den Aufgabenkatalog, der im Bad abgearbeitet werden soll, geht Stefanie Lück von einer beträchtlichen Umbauzeit aus. „Sicher um die sechs Monate“, prognostiziert sie. In dieser Zeit bleibe die Schwimmhalle sicher voll geschlossen, kündigt die Betriebsleiterin an.

Aktuell kann Schwimmbad täglich zu den regulären Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr besucht werden. Weil der personelle Engpass, der im Jahr 2017 den Schwimmhallenbetrieb spürbar drosselte, behoben ist. Bis auf einen Fachangestellten für Bäderbetrieb konnte das Personal wieder voll aufgestockt werden, berichtet Stefanie Lück. So gebe es derzeit für Badbesucher aus Osterburg und Umgebung nur dann Einschränkungen, wenn eine größere Gästegruppe aus der Landessportschule die Schwimmhalle in Beschlag nimmt.

Während sich die Personalsituation im Hallenbad verbessert hat, steht hinter der Besetzung mehrerer Ausbildungsstellen noch ein Fragezeichen. So wird zum 1. August jemand gesucht, der Koch werden möchte und auch zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann könnte sich noch jemand ausbilden lassen. Offen ist zudem eine Stelle im Fitnesscenter. Dafür könnten sich Interessierte noch an der Landessportschule bewerben, macht Stefanie Lück abschließend deutlich.