Osterburg l Am 7. Mai nimmt das runde Leder die Lindensporthalle in Beschlag. Dort macht an diesem Tag die Sparkassen-Fairplay-Soccer-Tour Station. Bei diesem seit 2001 ausgetragenen Wettbewerb handelt es sich um eines der größten Jugendsozialprojekte Deutschlands. 2019 sollen mehr als 20.000 Teilnehmer mitkicken.

Fast noch wichtiger als der Sport und Spaß am Fußball sind den Initiatoren aber Fairness und ein respektvoller Umgang untereinander, betonte René Tretschok (50). Der frühere Profi, der zuerst in seiner Heimatstadt Wolfen die Fußballschuhe schnürte und später mit Borussia Dortmund zweimal Deutscher Meister wurde sowie einen Champions-League-Titel feierte, besuchte am Dienstag  als Fairplay-Botschafter des Turniers das Markgraf-Albrecht-Gymnasium. Der Lernort ist Partner für das Vorrundenturnier. Wenn am 7. Mai in der Lindensporthalle der Fußball regiert, dürfte schnell deutlich werden, wie wichtig die Initiatoren den Fairplay-Gedanken nehmen.

Denn abseits der sportlichen Ergebnisse, die die Teilnehmer in vier verschiedenen Altersklassen und getrennt nach weiblichen sowie männlichen Akteuren im Turnierverlauf erzielen, gibt es eine gesonderte Fairplay-Wertung. Wer dort am Ende die Nase vorn hat, bahnt sich ebenfalls den Weg zu einem der beiden Landesfinalturniere. Oder sogar auf die Insel Rügen, in Prora geht vom 24. bis 28. Juli das Bundesfinale über die Bühne. Das Können am Ball sei bei diesem Wettbewerb also gar nicht einmal entscheidend. „Wir hatten schon Mannschaften beim Endturnier auf Rügen, die vorher kein einziges Spiel gewonnen haben“, berichtete Tretschok.

Das Turnier steht allen Interessenten offen. Anmeldungen sind sind bereits jetzt per E-Mail an an christian.johannsen@ksk-stendal.de möglich. Die Veranstalter nehmen aber selbst noch am 7. Mai und bis 15 Minuten vor Turnierbeginn Meldungen entgegen.

Die Kreissparkasse Stendal steht der Soccer-Tour als Sponsor zur Seite. Steffen Seifert, der für das Kreditinstitut den Bereich Osterburg/Havelberg verantwortet, wünschte sich gestern viele Kicker. Und auch erfolgreiche, merkte er augenzwinkernd an. „Wenn sich ein Team für das Finale qualifiziert, lasse ich mir etwas einfallen“, versprach Seifert. René Tretschok machte ein weiteres Angebot auf: Schafft es das Markgraf-Albrecht-Gymnasium, 20 Mannschaften für das Turnier zusammenbekommen, darf sich die Schule auf das Gastspiel einer Fußball-Hüpfburg freuen.