Osterburg l Was für eine Stimmung in der großen Sporthalle der Osterburger Landessportschule. Am Montagabend eröffnete der Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, die offenen Sportspiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Er sprach von einem tollen Bild, das sich ihm bot, als er die Sportstätte betrat. Silbersack dankte allen, die einen Beitrag zu Vorbereitung und Durchführung beigetragen hatten. Dem schloss sich auch Nico Schulz (CDU) an. Der Einheitsgemeinde-Bürgermeister strich Osterburgs Image als Sportstadt heraus und verwies dabei auch auf die Deutschen Jugendmeisterschaften im Voltigieren am Wochenende in Krumke sowie auf das zweite Osterburger Radrennen am 22. September.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt von Special Olympics Deutschlands (SOSA) richtet diese Spiele bereits zum fünften Mal aus, 2017 gingen die Wettkämpfe schon einmal in Osterburg über die Bühne. Nachdem es 2018 eine Pause gab, so SOSA-Präsident Frank Diesener, mache es besondere Freude, so viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen, die gemeinsam Sport treiben möchten, sich in Wettkämpfen messen werden und dabei auch neue Freundschaften schließen wollen. Mehr als 500 Personen, darunter um die 300 Sportler aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen, seien nach Osterburg gekommen. Ein großer Bus mit 40 Helfern reiste aus Mannheim an und die Sekundarschule „Karl Marx“ sowie das Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium stellen täglich 60 bis 70 Kampfrichter für die unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Reiner Haseloff stehenden Spiele.

Die Tanzgruppe der Osterburger Lebenshilfe unter der Leitung von Sylvia Rogge sowie die Tanzgruppe des Sportvereins Rochau sorgten für ein kleines Rahmenprogramm, dann zogen Sportler mit den Namensschildern der 20 teilnehmenden Einrichtungen, darunter auch die Förderschule Erxleben sowie die Lebenshilfe Osterburg, in die Halle ein. Unter dem Jubel der Sportlerinnen und Sportler wurde die Fahne von Special Olympics Deutschland gehisst, bevor Roger Altenburg die Hymne von SOSA sang und dabei von seiner Kindergruppe „Blaue Nasen“ und Athleten der Reinhard-Lakomy-Schule Halberstadt unterstützt wurde. Alexander und Lea sprachen den Eid der Athleten und die ganze Halle sang begeistert mit, als Roger Altenburg das Lied „Die Chöre“ von Mark Forster anstimmte.

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Schon am Vormittag hatten die Wettkämpfe begonnen, die in den acht Sportarten Fußball, Schwimmen, Floorball, Tischtennis, Leichtathletik, Reiten, Bowling und Radfahren in Osterburg und Krumke ausgetragen werden. Am heutigen Mittwoch wird die Flagge von Special Olympics Deutschland wieder eingeholt. Am Nachmittag treten die Sportler die Heimreise an.