Osterburg/Krevese l Das Unterfangen klingt ambitioniert: Rund 80 000 Euro will die Einheitsgemeinde in einen Spielplatz auf dem Kreveser Gutshof investieren. Mit weiteren 80 000 Euro soll die bestehende Tobefläche am früheren Mahnmalgelände auf dem Osterburger Weinberg auf Vordermann gebracht und spürbar aufgewertet werden. Voraussetzung für die beiden Investitionen, die sich im Haushaltsplan 2020 der Einheitsgemeinde Osterburg wiederfinden, ist eine finanzielle Unterstützung des Landes. Doch der anvisierte Fördertopf, ein Demografie-Programm des Landes, bleibt den Osterburgern bisher noch verschlossen. Auf die im März gestellten Anträge zur Förderung habe die Kommune noch keine Antwort erhalten, machte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Nachfrage der Volksstimme deutlich.

Mit Blick auf das fortgeschrittene Kalenderjahr setzt Köberle mittlerweile ein Fragezeichen, ob die beiden Investitionen selbst bei einer Zusage der finanziellen Unterstützung tatsächlich noch in diesem Jahr in die Tat umgesetzt werden können. Denn auch wenn sich der Geldtopf noch zeitnah öffnet, müssten anschließend erst vom Umfang der Förderung abhängige Detailfragen der beiden Projekte beantwortet werden. Hinzu kämen die Lieferfristen für die Spielgeräte, die der Osterburger Bauamtsleiter auf eine Frist von acht bis zwölf Wochen schätzt. „Es wird also sehr schwierig, diese Projekte noch in diesem Jahr umzusetzen“, blickt Köberle nach vorn.

Wann neue Geräte in Krevese und auf dem Osterburger Weinberg aufgestellt werden, ist offen. An den Spielplatzplänen selbst dürfte die Einheitsgemeinde aber kaum rütteln. So soll mit dem Gutshof-Projekt der erste kommunale Spielplatz überhaupt in Krevese entstehen. Das laut Konzept auf der Grundfläche einer historischen, in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgebrannten Scheune vorgesehene Areal könnte zum Spiel-, Erlebnis- und Bildungsort für Kinder, Eltern sowie Pädagogen avancieren. Und zudem durch seine Einfriedung den Grundriss der historischen Scheune wahrnehmbar machen. Auch die Ideen für Spielgeräte fügen sich in das Gutshof-Ambiente ein. So sind „Gutstiere“ wie Rind, Schwein, Schaf oder Pferd als Geräte ebenso denkbar wie eine Spielkutsche in Form eines Heuwagens. Neben Rutsche und Schaukel könnte ebenfalls ein Kletterturm in Gestalt eines früher gutshoftypischen Taubenturms oder eine Wippe als „Gutswaage“ einen Platz auf dem neuen Spielplatz finden. Alle vorgesehenen Geräte sollen aus Holz sein.

Für den Weinberg hat die Einheitsgemeinde einen „Generationenspielplatz“ auf dem Zettel. Soll heißen: Neben Bänken oder Sitzgruppen sollen dort auch Geräte aufgestellt werden, die ältere Generationen in Beschlag nehmen können und ihnen Spaß an der Bewegung vermitteln. Für die jüngeren Nutzer des Geländes sind vor allem Geräte vorgesehen, bei denen Fähigkeiten wie das Balancehalten, der Gleichgewichtssinn, die Ausdauer und Geschicklichkeit trainiert werden können.