Erneute Ablehnung

Sportler des TSV Hindenburg-Bertkow wünschen sich Sanierung der Sporthalle

Von Ingo Gutsche 10.08.2021, 13:09
Die Sporthalle in Hindenburg stammt aus den 70er Jahren. Der TSV und die Gemeinde wollen sie sanieren lassen.
Die Sporthalle in Hindenburg stammt aus den 70er Jahren. Der TSV und die Gemeinde wollen sie sanieren lassen. Foto: Ingo Gutsche

Hindenburg - Die rund 60 Mitglieder des TSV Hindenburg-Bertkow würden sich sehr über eine Modernisierung ihrer Sporthalle in Hindenburg freuen. Schon mehrmals unternahm der Vorstand einen Anlauf, um für dieses Vorhaben Fördermittel an Land zu ziehen. Vergeblich. Dass der TSV nicht Mitglied im Landessportbund (LSB) ist, könnte ein Grund sein. Nicht nur für Vereinsvorsitzenden Holger Heinrich eine herbe Enttäuschung. Schließlich stellen weitere Beiträge für einen kleinen Verein eine große Herausforderung dar. „Wenn uns signalisiert werden würde, dass mit einer Mitgliedschaft im Landessportbund die Halle eine Chance auf eine Sanierung hätte, würden wir wahrscheinlich dazu tendieren“, sagte Heinrich. Dieser Hinweis seitens des LSB blieb bisher aus.

In mehreren Orten der Region werden die Sporthallen sozusagen fit für die Zukunft gemacht. In vielen Fällen kommt Fördergeld zum Einsatz. Das erhofften sich auch die Mitglieder des TSV Hindenburg-Bertkow für ihr Domizil, das in den 70er Jahren neben der Schule entstand und regelmäßig genutzt wird. Der Hallenboden mache nicht mehr den besten Eindruck, betont der Vereinsvorsitzende. Kleinere Teile würden sich bereits lösen und sorgen für eine Verletzungsgefahr. Der Vorstand reichte mit Unterstützung der Gemeinde Hohenberg-Krusemark einen Antrag auf Zuwendungen beim zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) ein – und das nicht nur einmal. Die Gemeinde und damit der Sportverein gingen stets leer aus. Auch für Bürgermeister Dirk Kautz (parteilos), der selbst Mitglied beim TSV ist, nicht nachvollziehbar. Er setzte sich mit der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck in Verbindung, die sich dem Antrag annahm. Ebenfalls ohne Erfolg. Neben dem Hallenboden hatte die Gemeinde die Umstellung des Lichts und die Errichtung von Prallschutz im Blick. Aus dem Ablehnungsbescheid vom ALFF geht hervor, dass die Nicht-Mitgliedschaft im LSB eine größere Rolle gespielt haben könnte. In diesem Schreiben heißt es, dass nur Vorhaben gefördert werden, „für die der Landessportbund Sachsen-Anhalt die relevanten Daten des Antragstellers für die Anwendung der Auswahlkriterien bei der Vorhabenauswahl bestätigt hat“.

Die Mitglieder des TSV Hindenburg-Bertkow sind in mehreren Disziplinen aktiv. Für die Ü 50-Fußballer, die in den Sommermonaten auf den Sportplatz in Hohenberg-Krusemark ausweichen und dort mehrere Freundschaftsspiele austragen, ist die Halle genauso wichtig wie für die Tischtennis-Akteure. „Wir haben zudem eine aktive Gymnastik-Gruppe und eine Zumba-Gruppe“, informiert Holger Heinrich. Außerdem wird die Sporthalle von der in Hindenburg gelegenen Jugendwerkstatt des Diakoniewerks genutzt. Öfter tummelten sich die Mädchen und Jungen der Kita „Villa Spatzennest“ ebenso in der Halle.

Der TSV Hindenburg-Bertkow hat bereits über eine mögliche Mitgliedschaft in den Landessportbund diskutiert. Doch ist diese eine Garantie für die Gewährung von Fördermitteln, fragt sich der Vorstand, der beim Eintritt in den LSB über höhere Beiträge seiner Mitglieder beraten müsste. Fest steht: „Jeder Sportverein kann seinen monatlichen Mitgliedsbeitrag selbst kalkulieren und festlegen“, teilt Frank Löper, Referent für Kommunikation und Veranstaltungsmanagement beim LSB auf Nachfrage mit.

Der Beitrag an den Landessportbund müsse laut Löper jedoch berücksichtigt werden: Der liegt für Erwachsene bei 4,50 Euro pro Jahr und für Kinder und Jugendliche bei 1,50 Euro pro Jahr.