Seehausen l Die Tourismusförderer im Norden des Landes setzen vor allem auf Freizeitradler. Entsprechend viele Pisten sind in den vergangenen Jahren bau- und informationstechnisch von der öffentlichen Hand und mit Hilfe von Zuschüssen erschlossen worden. Aber nicht alle, die die Flora und Fauna an Aland und Elbe gern mal mit dem Fahrrad erkunden würden, haben einen Drahtesel dabei. Vor allem Reisende, die „nur“ mit dem Auto in die Altmark kommen, aber mal per Muskelkfraft den Altmark-Rundkurs, den Milde-Biese-Aland- oder Teile des Elberadweges im Rahmen von Tagesausflügen abfahren würden, haben Aland-Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt und dessen Ratsmitglieder bei ihrem neuen Projekt im Fokus. Die zündende Idee hatte Dirk John aus Wanzer.

Demnach will die Gemeinde nach derzeitigem Stand in Wanzer, Aulosen und Wahrenberg Stützpunkte für Fahrräder einrichten, die von jedermann ausgeliehen werden können. Für kleines Geld, weshalb die Ausflügler auch keine supermodernen Hightech-Fahrräder erwarten können. Die Kommunalpolitiker haben vielmehr gebrauchte Räder im Sinn, die preiswert zu haben sind und bei Bedarf noch aufgearbeitet werden. Weshalb das Gemeindeoberhaupt auch eine geförderte Maßnahme mit ins Spiel bringt, deren Chancen es aber noch auszuloten gilt. Wer auch immer die Drahtesel unter die Finger bekommen würde, hätte allerdings noch mehr zu tun, als nur zu reparieren. Die Fahrräder sollen nicht zuletzt wegen des Wiedererkennungswertes nämlich eine einheitliche Farbgebung bekommen.

Weil sich die Gemeinde kein finanzielles Abenteuer leisten kann, wäre für die Zukunft der Ausleihstützpunkte privates oder ehrenamtliches Engagement nötig, betont Hildebrandt. Der Bürgermeister hat übrigens schon ein Dutzend Fahrräder zusammen und zeigt damit, dass es dem Rat ernst ist. Wer noch geeignete Fahrräder loswerden will, kann sich gern bei ihm melden.

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