Flessau l Der Baulärm ist schon seit Ende Juni 2020 verebbt, am Freitag machten es die kleinen und großen „Hausherren“ der Grundschule aber offiziell. Sie nahmen ein umfassend modernisiertes sowie durch ein Sozialgebäude zusätzlich aufgewertetes Schulhaus in Besitz. Gleiches gilt für den ebenso gründlich umgekrempelten Schulhof, der unter anderem mit einem Bolzplatz, einem Verkehrsgarten sowie neuen Spielgeräten aufwartet. Zudem wurde im Rahmen der insgesamt 3,04 Millionen-Euro-Investition auch die Sporthalle auf Vordermann gebracht. Letztere avancierte am Freitagnachmittag, liebevoll geschmückt, zum „Festsaal“ der Einweihungsfeier. Viertklässler präsentierten der aus coronabedingten Gründen übersichtlich gehaltenen Gästeschar ein launiges Programm, bevor Leiter Olaf Jaensch von den neuen Bedingungen am Lernort schwärmte und sich „total glücklich mit der Schule“ zeigte. Die mehrjährige Baustellenzeit sei für Schüler und Lehrer nicht einfach gewesen und habe immer wieder auch Improvisation gefordert, aber dies habe sich gelohnt, betonte Jaensch. Er erinnerte zudem daran, dass anfängliche Bemühungen der Kommune, vom Land Fördermittel für die 1969 gebaute Schule zu erhalten, gleich mehrfach gescheitert seien. „Und trotzdem hat die Einheitsgemeinde nicht aufgegeben.“ Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus, über ein einmalig aufgelegtes Förderprogramm des Bundes konnte die Kommune schließlich Mittel in Höhe von 2,34 Millionen Euro loseisen. Um die im November 2017 gestarteten und bis Ende Juni 2020 andauernden Arbeiten gänzlich zu bezahlen, steuerte die Einheitsgemeinde rund 694000 Euro aus dem eigenen Geldbeutel bei. Und damit aufgrund zusätzlicher Arbeiten sowie von Kostenüberschreitungen zwar deutlich mehr als ursprünglich kalkuliert, jeder für die Flessauer Schule ausgegebene Euro sei aber gut angelegtes Geld, stellte Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) heraus. Als Geschenk für die Schüler übergab der Bürgermeister Spiele und Spielzeug-Bauarbeiterhelme. Anschließend durchschnitt Nico Schulz gemeinsam mit Flessaus Ortsbürgermeister Stefan Brehmer (parteilos) und der Viertklässlerin Kimberly Ecke ein Band und gab die sanierte Schule offiziell zur Nutzung frei.

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