Osterburg l Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag herrscht an Sachsen-Anhalts Schulen außerhalb der Unterrichtsstunden Maskenpflicht, über die Zeit danach entscheiden die Schulleiter. Diese Vorgabe des Magdeburger Bildungsministeriums hat Leiterin Doreen Melms für die Sekundarschule „Karl Marx“ bereits beantwortet. Nur bei zwei Tagen mit dem Mund-Nasen-Schutz belässt es die Osterburger Schule nicht: „Wir verlängern die Maskenpflicht an unserer Schule erst einmal bis zum 4. September. Danach hoffen wir auf die Masken verzichten zu können.“

Eine andere corona-bedingte Regelung dürfte dagegen noch länger Bestand haben: Die 250 Schüler werden sich in drei verschiedene Kohorten (Gruppen) aufteilen, die, auch in den Pausen, möglichst konsequent voneinander getrennt bleiben sollen. Fünft- und Sechstklässler bilden eine Gruppe, Siebent- und Achtklässler die zweite. Die Jugendlichen aus den neunten und zehnten Klassen machen schließlich die dritte Kohorte aus. Mit dieser Gruppen-Regelung wird nach Angaben von Doreen Melms angestrebt, dass bei einer vermuteten oder tatsächlichen Corona-Erkrankung nicht die ganze Schule in Quarantäne geht, sondern „lediglich“ die Kohorte, in der die mögliche Erkrankung festgestellt wurde.

Spätestens wenn sich die Sekundarschüler am morgigen Donnerstag auf separaten, extra für die unterschiedlichen Klassen ausgewiesenen Plätzen auf dem Pausenhof sammeln, sollen sie per Unterschrift auf einem Formular bestätigen, keine Corona-Symp­tome und Kenntnis über die geltenden Hygieneregelungen zu haben. Dieses Formular könne aber bereits heute zu Hause studiert und unterzeichnet werden, sagte die Schulleiterin. Denn das Formular findet sich auf der Homepage der Sekundarschule (www.sks-osterburg.bildung-lsa.de) und kann dort heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Den ersten Unterrichtstag sollen die Sekundarschüler im Übrigen ausschließlich mit ihren jeweiligen Klassenlehrern verbringen. „Dann steht nur Organisatorisches auf dem Programm, der Stundenplan tritt erst am Freitag in Kraft“, sagt die Schulleiterin. Für die 47 Fünftklässler startet der Unterrichtsalltag noch später, von Donnerstag bis Montag stehen ihnen drei „Kennenlerntage“ ins Haus. Dabei werden sie, unter anderem mit Unterstützung älterer Schüler, an ihre neue Schule herangeführt und beispielsweise per „Stadtrallye“ inklusive Rathaus-Besuch auch besser mit der Stadt Osterburg vertraut gemacht. Nicht zuletzt nutzt die Schule die „Kennenlerntage“ auch dazu, über verschiedene Spielformen den Wissensstand der Kinder abzuklopfen.

Wie alle anderen Schüler der Osterburger Bildungsstätte erhalten die Fünftklässler zudem ein neues Nachschlagewerk, dass die stellvertretende Schulleiterin Franziska Gleixner entworfen und konzipiert hat. In diesem „Produkt- und Methodenhefter“ wird den Schülern und ihren Eltern erklärt, was unter mehr als 50 sogenannte Lernprodukte wie beispielsweise „Kurzvortrag“, „Steckbrief“ oder „Protokoll“ zu verstehen ist und welche Kriterien in den unterschiedlichen Klassenstufen mit ihnen verbunden sind. „Wir wollen mit diesem Hefter die Arbeit der Schüler und Lehrer erleichtern“, erklärt Doreen Melms, die sich mit Beginn des neuen Unterrichtsjahres auch über personelle Verstärkung für das zuvor 19 Pädagogen zählende Lehrerteam freuen kann. Der angehende Mathe- und Sportlehrer Jan Düwert absolviert sein Referendariat an der Osterburger Schule.

Dort stehen trotz Corona für die kommenden Monate bereits einige Höhepunkte an. Am Sonntag, 20. September, will sich die Sekundarschule wieder am Osterburger Radrenntag beteiligen. Und für den 14. Oktober ist in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Stendal nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr eine Neuauflage der Ausbildungsbörse geplant.