Arneburg l „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ Diese Weisheit der Cree-Indianer ist nach dem Geschmack von Bernd Friedrich. Geboren in Osterburg, hat der in Berlin lebende 72-jährige Maler, Grafiker und Buchkünstler seine ersten Lebensjahre in Düsedau verbracht, hier die Landschaft aufgesogen.

Friedrich liebt die Natur, was in der Arneburger Ausstellung augenscheinlich wird. Die Feder- und Pinselzeichnungen sowie „druckgrafischen Experimente“ widerspiegeln in erster Linie Motive aus dem Auenwaldgebiet Brieselang (Havelland). Friedrich entdeckte es zufällig und kam vom Zauber der Bäume nicht mehr los. „Das Wunder des Verfalls“ – der Künstler hielt es fest, bevor es nicht mehr sein darf. So kommt also ein Naturfreund nach Arneburg, außerdem ein Bibliophiler. Der Freiberufler liebt Buchstaben und alles, was man damit machen kann.

Gerne als Druck à la Gutenberg. So lädt Friedrich, der eine Lehrtätigkeit an einem Gymnasium inne hatte, die Besucher der Vernissage dazu ein, sich eine Erinnerungskarte zu drucken. Was er mit dem Wort Arneburg mittels historischen Schriften angestellt hat, werden die Kunst­interessierten dann schon bestaunt haben. Außerdem eine Arneburger Baumgruppe aus den Händen des Künstlers.

Die Vernissage zur 236.  Ausstellung, zu der Galeristin Johanna Preß einlädt, beginnt am Mittwoch um 19 Uhr in der „Klein-st-en Galerie“ im „Goldenen Anker“ (Elbstraße 17). Die Galerie wird vom Arneburger Kultur- und Heimatverein (im Altmärkischen Heimatbund) geführt.