Wischer l Viele Badehungrige tummeln sich dieser Tage auch auf dem naturbelassenen Gelände des Wald- und Campingplatzes Wischer (Wacawi). Dessen Pächter Tino Braune ist froh, dass bei diesem zu bewerkstelligenden Aufwand die ganze Familie zur Verfügung steht, sich einspannen lässt. Beispielsweise sitzt sein Schwiegervater Jochen Schmidt, der in Brandenburg beheimatet ist, an der Kasse des Bades, das täglich von 10 bis 21  Uhr geöffnet ist.

Er erzählt von Fans aus Bernau, die es als Tagestouristen von ihrem Wohnort nach Wischer zieht, um an diesem idyllischen Plätzchen mehrere Stunden auszuspannen. „Sie sind begeistert von Wischer“, meint Schmidt. Aber auch Jung und Alt aus der Altmark fühlen sich im Waldbad wohl. So begrüßte das Team um Braune am Wochenende wohl mehr als 1000 Gäste. „Die Schlange an der Kasse zog sich bis in den Außenbereich“, sagt der Pächter, der natürlich froh über den Ansturm an diesen sonnigen Tagen ist. Allerdings muss er die Aufgaben gut verteilen – und daher benötigt er aktuell acht Personen, die zu seiner „Mannschaft“ zählen. Angefangen vom Kassen-Verantwortlichen über den Imbiss-Verkäufer bis hin zu seiner Frau, „die die Camping-Geschichte im Blick hat“.

Besucher langsam "zettelmüde"

Nach der Ernüchterung mit dem verspäteten Saisonbeginn im Juni, der den Regelungen während der Corona-Zeit geschuldet war, schaut Braune wieder zuversichtlicher auf die Saison, die noch ein gutes Ende nehmen könnte. Corona ist natürlich immer noch präsent. Und da ist auch Rettungsschwimmer Richard Schwanke gefragt, der die Gäste wenn nötig darauf hinweist, wenn die Abstandsregelungen mal nicht beachtet werden. „Aber im Großen und Ganzen klappt‘s“, sagt der 17-jährige Stendaler. Das kann auch Braune feststellen, beispielsweise beim Anstellen im Eingangsbereich. Allerdings gibt er zu Bedenken, dass aufgehängte Zettel im Waldbad nicht mehr wahrgenommen werden. „Egal, welches Thema diese betreffen.“ Die Besucher würden stets von coronabedingten Vorschriften ausgehen und diese deshalb ignorieren.

Das aktuelle Wettergeschehen betrachtet Braune von zwei Seiten. Einerseits kommen Sonnenanbeter und Badehungrige im Waldbad auf ihre Kosten. Andererseits sieht er auch Gefahren durch die extreme Trockenheit. Viele Bäume, darunter Birken, auf dem Areal sind trocken. In der Nachsaison würde Arbeit auf ihn warten.

Derzeit nehmen viele Kinder und Erwachsene das Bad mit seinem großzügigen Strand in Beschlag und kühlen sich im Gewässer ab. Auch Ono, Raphael, Anton, Emil und Korbinian gefällt‘s. Die Kinder und Jugendlichen verbringen derzeit ihre Ferientage in der Altmark und genießen die Stunden auf der Anlage – und natürlich in erster Linie das erfrischende Nass. Auch andere Angebote stehen zur Verfügung und reichen von Volleyball über Beach-Fußball bis hin zum Tretboot-Ausleih.