Rochau l Das durch die Corona-Pandemie während der fünften Jahreszeit vieles anders ablaufen wird, damit haben inzwischen alle Karnevalisten gerechnet. Auch die Spaßmacher der Rochauer Carnevals Gemeinschaft (RCG) planten aufgrund der pandemischen Lage eine Veranstaltung im Freien. Ein Hygienekonzept wurde erarbeitet, die Planung stand fest und die Organisation war in vollem Gange. „Nicht nur die erwachsenen Karnevalisten, sondern auch der Nachwuchs sollte in diese Freiluftveranstaltung mit eingebunden werden“, betonte Präsident Frank Bräuer. Die Party am 14. November hat die RCG nun absagen müssen.

Es sollte einen kleinen Umzug durch Rochau geben. Das neue Prinzenpaar sollte mit einer Kutsche abgeholt und bejubelt werden. Die RCG wollte symbolisch den Schlüssel vom Bürgermeister und somit die Macht während der fünften Jahreszeit übernehmen. „Nun hat die Macht das Corona-Virus übernommen und die Politik hat es besiegelt“, so Frank Bräuer, der diese politische Entscheidung der Berliner Politiker bedauert. „Wahrscheinlich wären bei der geplanten Veranstaltung im Freien in Rochau wesentlich weniger Personen anwesend als sich in einer Einkaufsstraße in der Großstadt ständig begegnen.“ Die gesamte Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck hätte aktuell vier Infizierte. „Die Fläche der Verbandsgemeinde beträgt 304 Quadratkilometer. Im Verhältnis dazu hat die Stadt Magdeburg nur 201 Quadratkilometer“, macht er einen Vergleich.

Nachhol-Termin ist offen

Ob und wann in Rochau eine Karnevalsveranstaltung in der 56. Session nachgeholt werden kann, sei offen. „Wenn was möglich ist, werden wir die Zeit zum gemeinsamen Feiern nutzen“, hat sich der Präsident vorgenommen. „Eine jahrhunderte alte Tradition wird hiermit gebrochen. Und bundesweit werden über 2,6 Millionen Menschen, die in Karnevalsvereinen organisiert sind, einsam vor sich hin ein stilles ,Helau‘ oder auch auch ,Rochau - es lacht‘ erklingen lassen.“