Rossau l Große Aufregung herrschte am Donnerstag in der Rossauer Kindertagesstätte „Zwergenland“. Der Tag begann wie vorgesehen mit einem gemeinsamen Schnittchen-Frühstück. Es gab Kinderpunsch, und es wurden Waffeln gebacken. „Bevor wir den Weihnachtsmann erwarteten, dachen wir auch an die Tiere und zogen mit Futter zu Bauer Hensch in der Nachbarschaft, der eine Damwildherde besitzt“, berichtete Kita-Leiterin Janett Käckenmeister.

„Doch bei unserer Rückkehr fanden die Kinder am Tor der Kita eine rote Zipfelmütze“, fuhr die Leiterin fort. Wem mag die wohl gehören, rätselten die Kinder. Drinnen sahen sie dann die Bescherung. In ihrer Abwesenheit war der Rauschebart dagewesen und hatte viele schöne Geschenke hinterlassen – Spielzeug wie Puppen, Puppenwagen, Autos, Geschirr für die Puppenküche, Holzbausteine, Doktorspiele und anderes mehr. Das wurde gleich freudig in Besitz genommen.

Doch was war mit der Zipfelmütze? Die hatte doch sicher der Weihnachtsmann bei seinem eiligen Rückzug verloren. Adrian fragte besorgt: „Was macht jetzt der Weihnachtsmann, wenn es richtig kalt wird? Dem erfrieren doch die Ohren.“ Torben sagte: „Der kann inzwischen bei mir zu Hause bleiben bis er seine Mütze wieder hat.“ „Wisst ihr was?“, sagte Janett Käckenmeister zu ihren Schützlingen, „wir erkundigen uns nach der Adresse des Weihnachtsmannes, packen ein Päckchen und schicken ihm die Mütze, dass er sie bis zum Heiligabend wiederhat.“ Und so wurde es auch gemacht, und der restliche Tag verlief recht fröhlich und entspannt.

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Gestaltung der Weihnachtsfeier hatte die Kita-Chefin. „Weihnachtsmänner sieht man überall, und manche Kinder fürchten sich vor dem Mann mit der Maske“, sagte sie uns. „So war das viel interessanter. Die Kinder haben sich Gedanken um den Gabenbringer gemacht. Wie wird es ihm nun wohl ohne Mütze ergehen? Sich positiv Illusionen zu machen, ist doch viel schöner.“

14 Kinder werden derzeit im „Zwergenland“ betreut. Da ist der Pendeldienst im Rahmen des Projekts Kita-Bus eine schöne Sache, und den neuen, diesem Zweck gewidmeten Bus, der am kommenden Mittwoch an die Einheitsgemeinde übergeben werden soll, betrachten Janett Käckenmeister und ihr Team auch als Weihnachtsgeschenk für die Einrichtung. „Der Transport funktioniert gut, und die Kinder fahren freudig mit Wolfgang Pahl mit. Wir haben unseren Tagesablauf darauf eingestellt“, sagte die Leiterin.