Goldbeck l Die Zuckerhalle verbreitet schon ein wenig vorweihnachtsliche Stimmung, auch wenn der erste Advent noch zwölf Tage entfernt ist. Einen Tag zuvor wird die Halle in Goldbeck Einwohner und Gäste aus der Umgebung anlocken: Zum weihnachtlichen Nachmittag am 30. November. Akteure und fleißige Helfer waren schon mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Auf der Front der Zuckerhalle, die eine Fläche von 900 Quadratmetern besitzt und schon einige Veranstaltungen - von Tanzabenden über die Ossilesung bis zu Weihnachtsmärkten - erlebt hat, steht es groß und mit auffälliger Neonschrift geschrieben: Weihnachtsmarkt 30.11.! Hanna und Ida sprühten es auf die Folie. Beide Mädchen zählten am Sonnabend zu den fleißigen Helferinnen, die die benötigten Räume für den Markttag auf Vordermann brachten. „Ich bin total überrascht“, freute sich Antje Nikolai, eine der Hauptorganisatoren, über die große Beteiligung am Arbeitseinsatz. Es wurde in allen Ecken gefegt, die lange Bar gereinigt, die Verkaufsbuden mit Grün dekoriert, die Weihnachtsbäume mit Kugeln geschmückt, und, und, und... Die Verantwortlichen haben sich auch für den Weihnachtsmarkt, der um 14 Uhr beginnen wird, entschieden, einen Teil der Bühne in der Haupthalle in die Mitte zu verlegen, „damit wir im Gangbereich mehr Stellfläche haben“, sagt Antje Nikolai.

Der im Februar 2018 gegründete Zuckerhallen-Verein, der sich mit den sich bietenden guten Voraussetzungen des Objektes, in das schon etliche Fördergelder flossen, die Kultur im Uchteort fördert, ist zum ersten Mal für den Weihnachtsmarkt verantwortlich. „Doch ganz ohne die Gemeinde geht das auch nicht“, wissen Antje Nikolai und ihre Mitstreiter aus dem Verein die Hilfe der Gemeindearbeiter zu schätzen, die unter anderem für den Aufbau der 14 Buden sorgten. Auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau und Goldbecks Bürgermeister Torsten Dobberkau packten am Sonnabend mit an und lobten das Engagement. „Der Verein macht das ganz klasse“, schätzt Dobberkau die sehr gute Organisation. Wie der Verein ist er optimistisch, dass der 30. November erfolgreich verlaufen wird.

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Das Angebot könne sich sehen lassen. Antje Nikolai und ihr Freund Christian Seemann sprachen sogar auf anderen Märkten Anbieter an, ob sie sich vorstellen könnten, in Goldbeck dabeizusein. So können Kunsthandwerkliches, selbstgemachte Seifen, Holzdesign und anderes mehr erworben werden. Neben dem groß­zügigen kulinarischen Angebot, das für jeden Geschmack etwas bereit halten würde. Beispiele gefällig? Fisch, Schweinekeule, Gulaschkanone. Zur Erwärmung gibt es unter anderem Glühwein. „Und Glögg“, verrät Antje Nikolai. Der aus Skandinavien stammende Glühwein sei etwas fruchtiger und süßer. Goldbecker Vereine sind mit vertreten, aber auch Schulklassen wollen mit dem Verkauf ihre Klassenkasse aufbessern.

Neben einem Außenbereich, der auch mit einer Feuerschale aufgewertet werden soll, stehen dem Gastgeber drei große Räume zur Verfügung. Den vorderen Hauptraum der Zuckerhalle prägen die Verkaufsbuden. Der kleinere Raum dahinter, der die Bar enthält, wird durch die Junge Gemeinde und dem Förderverein aus Möllendorf bereichert, die mit einem Bücherbasar zum Marktgeschehen beitragen wollen. Ein dritter Raum ist speziell für die Jüngsten gedacht. „Extra für die Kinder“, betont die Hauptorganisatorin. Dort können Mädchen und Jungen basteln und spielen. Aber nicht nur dies: Die Kinder können auch einen Film schauen, während die Eltern einen Glühwein genießen können.

Auf der Bühne werden zum weihnachtlichen Nachmittag unter anderem die Mädchen und Jungen des Hortes und der Kindertagesstätte sowie die Sängerinnen und Sänger des Goldbecker Chores stehen. Und: Der Weihnachtsmann hat sein Kommen bereits zugesagt.