Osterburg l Die Einheitsgemeinde Osterburg will den Windrädern in ihrem Territorium Höhengrenzen setzen. Am „Wie“ scheiden sich aber noch die politischen „Geister“. Denn sprach sich in der Vorwoche der Bauausschuss mehrheitlich dafür aus, für jedes Eignungsgebiet ein separates und von den heutigen Bestandshöhen ausgehendes Limit zu beschließen, stellten Hauptausschussmitglieder am Dienstagabend genau dies in Frage. So äußerte sich Michael Handtke (CDU-Fraktion) verwundert, dass die Baupolitiker bei ihrer Empfehlung den fachlichen Rat des Flächennutzungsplaners Volker Herger „in den Wind geschlagen“ hätten. Herger hatte sich auf der Bauausschuss-Beratung skeptisch gegenüber einer Höhenbegrenzung gezeigt. Wenn diese aber gewollt sei, dann wäre ein einheitliches Limit für die gesamte Einheitsgemeinde angeraten. Herger schlug eine Maximalhöhe vor, die sich am heutigen Stand der Technik orientiere und weitere fünf Prozent Raum nach oben lasse. Letzteres sorge dafür, dass die Eingrenzung nicht als juristisch anfechtbare „Verhinderungsplanung“ eingeordnet werden könne.

Der Hauptausschuss sprach sich dafür aus, am 27. Oktober im Stadtrat sowohl die Empfehlung des Bauausschusses als auch den Rat des Flächennutzungsplaners zur Abstimmung zu stellen. Vorher dürfte die Höhenbegrenzung aber noch einmal zum Thema in Ortschaftsräten werden. Denn nach Angaben von Bauamtsleiter Matthias Köberle hat der Landkreis eingefordert, die Windflächen bei Krevese als zusammenhängendes Eignungsgebiet anzusehen. Dies hat, auch bei separaten Höhengrenzen für jedes Gebiet, Auswirkungen auf die Maximalhöhen von Windrädern im Rossauer Bereich. Standen bei einem separaten Limit bisher für Rossau maximal 206 Meter im Raum, könnten es nun dank der heute schon stehenden höheren Anlagen bei Krevese bis zu 253 Meter sein. Darüber soll nun zumindest in den Räten Rossau und Krevese noch einmal gesprochen werden.