Meseberg  l Die Wohngruppe umfasst die einstige Kita und das frühere Pfarrhaus des Dorfes. Während letzteres Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren beherbergt, haben in der früheren Kita Menschen im Alter ab 18 ein Zuhause. Als Einzugsgebiet für die Wohngruppe gilt das gesamte Bundesland Sachsen-Anhalt. Mit Ausnahme einer Nordwestmecklenburgerin stammen alle aktuellen Bewohner aus dem Landkreis Stendal, so Bereichsleiter Thomas Annabring und Birgit Neubert, die die Wohngruppe und Fragen der Ausschussmitglieder beantworteten.

Während sich das in einer idyllischen Umgebung eingebettete ehemalige Pfarrhaus mit seinen zehn Wohnplätzen in einem ansprechenden Zustand befindet, sehen die Mitarbeiter des Diakoniewerkes am früheren Kitagebäude dringenden Handlungsbedarf. Zwar präsentieren sich die Einzel- und Zweibettzimmer, sanitären Einrichtungen sowie die weiteren Räume modern und freundlich, auch hat das kommunale Objekt vor kurzem eine neue Heizung bekommen. An der Gebäudehülle aber hapert es. „Die Fassade braucht einen neuen Anstrich. Der Putz bröckelt, Risse haben sich gebildet und Feuchtigkeit dringt ein“, schilderte Annabring. „Dieses Thema ist allgegenwärtig. Es steht bei uns jedes Jahr immer wieder auf dem Plan, doch nichts passiert“, fügte die Meseberger Ortsbürgermeisterin Helga Beckmann schon fast resignierend hinzu. Sie bedauerte, dass das Projekt aus der Leader-Prioritätenliste gefallen sei.

Klar ist: Auch nach dem fest anvisierten Umzug der Heilpädagogischen Einrichtung aus dem Nachbardorf Königsmark in die Stadt Seehausen hält das Diakoniewerk an der Meseberger Wohngruppe fest. „Wir sind hier zu 100 Prozent ausgelastet, es gibt sogar eine Warteliste,“ machte Thomas Annabring deutlich.

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