Walsleben l Noch bevor das Altmärkische Heimatfest so richtig Fahrt aufgenommen hatte, fiel es Einwohnern auf: Das antike Schild von der Post war verschwunden und noch einiges mehr. Während die ersten betroffenen Walslebener kopfschüttelnd anmerkten, die Diebe sollten einfach alles zurückbringen, klagten die nächsten über aufgeschlitzte Puppen.

Monika Hanker sah den Tisch noch vor dem großen historischen Umzug auf die Straße geschmissen, den sie zwischen ihren Puppen aufgestellt hatte. Gegen halb vier Uhr nachts sah sie ein paar Häuser weiter die Polizei im Einsatz. Offensichtlich nicht grundlos. „Man muss es doch nicht übertreiben! Es haben sich alle solche Mühe gegeben“, sagt sie fassungslos, „wer macht so was?“ Bei Lüders gegenüber kamen die Strohfiguren auch nicht unbeschadet davon. Zudem verschwand eine antike Postmütze, die eine der Puppen aufhatte, auf Nimmerwiedersehen. Sogar die Infotafel vor der Walslebener Kirche, mit der die Einheitsgemeinde Osterburg auf Sehens- und Wissenswertes in der Ortschaft Walsleben hinwies, wurde abgeschlagen oder abgebrochen. Nur noch ein Stumpen erinnert an sie.

„Hinterlassenschaften“ wie diese sorgen bei den Gastgebern des Altmärkischen Heimatfestes für einen bitteren Beigeschmack. Dabei stellten nicht nur die Walslebener Einwohner fest: Es war so ein schöner Umzug, so ein wunderbares Wochenende! Wer nicht beim Umzug mitwirkte, hatte zumindest sein Haus geschmückt, Stühle vor die Tür gestellt und es sich gemütlich gemacht. Ob bei der ehemaligen Kinderkrippe oder bei der Krankenschwester. Wer also hat die Arbeit der Heimatfest-Gastgeber mit Füßen getreten? Zumindest im Fall der Info-Tafel der Einheitsgemeinde dürfte sich die Polizei in die Suche nach dem Verursacher der Zerstörung einklinken. Die Kommune werde diese Zerstörung ganz bestimmt zur Anzeige bringen, hieß es am gestrigen Montag aus dem Osterburger Rathaus.

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