Badel (cn) l Für die Badeler ist sie so etwas wie das Wahrzeichen ihres Dorfes. Ortsunkundige hingegen überrascht ihr Anblick. Denn kaum jemand würde im Wald nahe des Ortes ein so imposantes Bauwerk vermuten wie die hölzerne Bahnbrücke. Unter ihr verlief einst die Trasse für den Triebwagen, der zwischen Kalbe und Beetzendorf verkehrte.

Wie Ortsbürgermeisterin Christa Schulz im Nachgang der jüngsten Ortschaftsratssitzung informierte, sei dort auch, als es um die Investitionswünsche für 2016 gegangen sei, über die Brücke gesprochen worden. Denn sie müsse dringend instandgesetz werden, nicht nur malermäßig. Aus dem Stadthaushalt sei dafür aber wohl kaum Geld zu erwarten, weil die Brücke keine verkehrstechnische Bedeutung mehr habe. „Wir müssen uns jetzt hier in Badel Gedanken machen und uns fragen: Was genau muss da gemacht werden? Dann müssen auch die Bürger beteiligt werden“, sagt Christa Schulz. „Denn wenn wir Badeler den Erhalt der Bahnbrücke wollen, dann müssen wir selbst aktiv werden“, unterstreicht die Ortsbürgermeisterin.

Es hatte in der Vergangenheit immer mal wieder Ausbesserungsarbeiten an der Brücke gegeben. Vor einiger Zeit war sie dann auch vom Chef eines Malerbetriebs in Augenschein genommen worden. Und der habe deutlich gemacht, dass es mit ein paar Töpfen Farbe beziehungsweise Lasur nicht getan sei. „Wir müssen jetzt also Nägel mit Köpfen machen“, betonte Christa Schulz, die das Thema auch mit der Stadtverwaltung besprechen wird.

Die Bahnlinie, die unter der Brücke verlief, wurde bis Anfang der 1990er Jahre bedient. Inzwischen sind die Schienen zurückgebaut. Von Spaziergängern wird die Brücke über den früheren Bahndamm aber nach wie vor rege genutzt, zumal es ganz in der Nähe eine anheimelnde Sitzgruppe gibt.