Salzwedel l Es war Anfang der vergangenen Woche, als es einer Anwohnerin der Thälmannstraße in Salzwedel zu viel wurde: Immer wieder hörte sie die Ratten, manchmal sah sie die Nagetiere in die Hauseingängern der Nummern 51 bis 61 huschen. Hin und wieder lagen die Kadaver toter Tiere vorauf der Straße.

Die Population hat sich vergrößert

Offensichtlich hatte sich die Population der Nager in den vorausgegangenen Monaten wieder vergrößert. Deshalb wandte sich die Anwohnern an die Stadtverwaltung. Die reagierte umgehend. Am Dienstag machten sich Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf zum Ort des Geschehens.

Nachdem zunächst Fotos gemacht worden, um die Situation einzuschätzen und die richtigen Stellen für die Giftköder zu finden, begann man noch am selben Tag mit der Bekämpfung der Schädlinge. Dafür war auch eine Absprache mit den Hauseigentümern nötig.

Bekämmpfung dauert wohl zehn Tage

„Die Maßnahme wird ungefähr zehn Tage dauern. Um die Ratten effektiv bekämpfen zu können, mussten wir jedoch erst einmal herausfinden, wo sie sich genau aufhalten und welche Wege sie gehen“, sagte Stadt-Pressesprecher Andreas Köhler gegenüber der Volksstimme.

Die Giftköder wurden dann tief in den sogenannten Rattengängen platziert. Dazu wurden die Eingänge zu den Rattengängen verschlossen. Die giftigen Lockmittel sind damit für Menschen und Haustiere nicht zugänglich. „Eine Gefährdung für zum Beispiel Hunde und Katzen besteht nicht“, sagte Andreas Köhler auf Nachfrage.

Stadt beobachtet Entwicklung der Population

Auch nach dem Ende der Maßnahme möchte das Ordnungsamt die Entwicklung der Rattenpopulation in der Thälmannstraße weiter beobachten. Dazu appelliert Stadtsprecher Andreas Köhler an die Bürger: „In so einem Fall sind wir immer dankbar, wenn die Betroffenen auf uns zu kommen, damit wir die nötigen Mittel ergreifen können, um das Problem zu lösen.“

Bereits im vergangenen Jahr musste die Salzwedeler Stadtverwaltung in der Thälmann- und der Karl-Marx-Straße gegen die Nager vorgehen. Damals wurden 40 Kilogramm Gift ausgelegt, informiert der Stadtsprecher.