Beetzendorf l Mit dem Aus für den Beetzendorfer Frauenchor im vergangenen Jahr sollte keineswegs automatisch das Ende des traditionellen Weihnachtskonzerts der Beetzendorfer Chöre gekommen sein. So hatte es Männerchor-Chef Thomas Pelczarski bei der 39. Auflage dem Publikum versprochen. Und diese Zusage haben die Sänger am Sonnabend eingehalten. Unterstützt vom Jeggelebener Männerchor, dem Chor der Beetzendorfer Grundschule und einigen Instrumentalsolisten stellten sie ein Programm auf die Beine, das den Besuchern in der Aula der Grund- und Sekundarschule sichtlich gefiel. Die kamen denn auch in großer Zahl zum 40. Weihnachtskonzert, um sich in Adventsstimmung versetzen zu lassen.

Zum Auftakt intonierten die Sänger - wie es seit vielen Jahren guter Brauch ist - gemeinsam mit dem Publikum den Weihnachtsklassiker „Alle Jahre wieder“. Begleitet wurden sie dabei von Gabriel Dorin auf der Geige. Der Beetzendorfer, der Musikunterricht nicht nur auf diesem Instrument, sondern auch auf der Gitarre gibt, hatte zudem einige seiner begabtesten Schüler zum Konzert mitgebracht. So zeigte etwa Alicia Franke keinerlei Lampenfieber, als sie fehlerfrei ein Menuett von Ludwig van Beethoven auf der Geige intonierte. Großen Beifall erhielten auch die Geschwister Vincent und Silas Franke, die mit Gitarre und Geige im Duett den Mückentanz von Andrea Holzer-Rhomberg darboten. Allein entlockte Vincent der Gitarre zudem einen Walzer von Dionisio Aguado.

Zum festen Stamm der Akteure des Weihnachtskonzerts gehört seit vielen Jahren die Beetzendorferin Emilia Jung, die auch diesmal wieder eine Kostprobe ihres Könnens auf der Geige zu Gehör brachte. Beim Adagio des ersten Satzes der Händel-Sonate in F-Dur wurde sie von Cornelia Jung am Klavier begleitet.

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Grundschüler zeigen Weihnachtsprogramm

Mit Spannung erwartete das Publikum zudem den Auftritt der Mädchen und Jungen der Grundschule. Unter der Leitung von Katrin Wallwitz hatten sie ein kleines Programm aus Liedern und Instrumentalstücken einstudiert, für das es viel Beifall gab. „Bei diesem Nachwuchs braucht uns um die Zukunft des Chorgesangs eigentlich nicht bange zu sein“, zeigte sich auch Thomas Pelczarski begeistert über das Engagement der Jüngsten.

Den beiden Männerchören, die von Cornelia Jung dirigiert wurden, gebührte der Hauptteil des Programms. Sie erfreuten das Publikum sowohl mit altbekannten Weisen wie „Guten Abend, schön Abend“, „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und „Kommet ihr Hirten“ als auch mit Melodien aus neuerer Zeit wie „Winterwunderland“ oder „Felize navidad“ - die meisten davon mehrstimmig gesungen. Zum Schluss war dann wieder das Publikum gefragt, das gemeinsam mit allen Akteuren den Weihnachtsliedklassiker schlechthin, die „Stille Nacht“, sang.

Für die Verbindung der einzelnen Konzertteile sorgte in bewährter Weise die Beetzendorferin Andrea Starke. Sie führte nicht nur gekonnt und souverän durchs Programm, sondern steuerte auch einige weihnachtliche Verse bei, die nicht selten zum Schmunzeln anregten.