Salzwedel l Meistens werden sie auf den verschiedensten Veranstaltungen gar nicht bemerkt. Doch wenn Hilfe vonnöten ist, dann sind sie zur Stelle. Die Rede ist von den Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes, von denen eine große Anzahl zudem noch ehrenamtliche Arbeit leistet.

Als eingetragener Verein muss auch das DRK Rechenschaft gegenüber seinen Mitgliedern ablegen. Und aus diesem Grund trafen sich der Vorstand und die Mitglieder am Dienstag zur Kreisversammlung in den Geschäftsräumen an der Ackerstraße.

Der Dezember sei zwar ein recht später Termin für eine Hauptversammlung, räumte Kreisgeschäftsführerin Angela Dittrich ein, doch habe der Kreisverband erst das Ergebnis der Haushaltsprüfung abwarten müssen, und das läge jetzt vor. Der Verein konnte einen ausgeglichenen Haushalt mit einem Plus vor der Bilanzsumme belegen.

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Dieses Ergebnis gäbe finanziellen Spielraum für das kommende Geschäftsjahr. Der Zuschlag bei der Vergabe des Rettungsdienstes für die nächsten sieben Jahre sowie neue Aufgabenfelder machen den Verein zuversichtlich. So seien für 2016 insgesamt acht neue Personalstellen und zwei zusätzliche Fahrzeuge eingeplant, verkündete Angela Dittrich.

Vielfältige Aufgaben

Das Aufgabengebiet der Helfer in der Not ist breit gefächert. Und die Zahlen in ihrem Rechenschaftsbericht belegen die Notwendigkeit dieser Einrichtungen. In den Rettungswachen in Salzwedel, Klötze und Dähre waren 2014 insgesamt 44 Mitarbeiter beschäftigt, davon 31 Rettungsassistenten, 11 Rettungssanitäter und zwei Praktikanten. In 7064 Einsätzen wurden mit den Fahrzeugen 392  963 Kilometer absolviert.

Im ambulanten Pflegedienst waren in demselben Zeitraum zehn Voll- und Teilzeitkräfte, zwei Auszubildende, zwei Hauswirtschafterinnen und eine geringfügig Beschäftigte tätig. An 365 Tagen im Jahr versorgten sie 91 hilfsbedürftige Patienten. Insgesamt 58 Blutspendetermine wurden im Geschäftsjahr 2014 betreut. 232 der insgesamt 3478 Spender nahmen zum ersten Mal teil. Auch die Kleiderkammer werde immer mehr genutzt. Bevor die Kleidungsstücke, die in Altkleidercontainern gesammelt wurden, ausgegeben werden, werden sie sortiert, gewaschen und gebügelt. In 2014 waren es 6774 Kleidungsstücke.

Für die Wasserwacht sprach auf der Versammlung Ulf Sachse. Bereits 1952 wurde die Abteilung Wasserrettungsdienst gegründet. Seit 1990 ist die Abteilung unter der Bezeichnung Wasserwacht im DRK vertreten. Die Wasserwacht zählt 85 Mitglieder und ist auf vielen Veranstaltungen vor Ort. So betreuen sie vier Regatten auf dem Arendsee sowie die Schwimmwettkämpfe und den Triathlon dort. Aber auch in den Freibädern in Liesten, Apenburg, Dähre und manchmal auch Salzwedel wachen sie als Rettungsschwimmer über die Sicherheit der Badegäste.

Klaus Gabriel, bereits seit 1968 Mitglied des DRK, leitet als Kreisbereitschaftsleiter den Sanitätszug. Seit dem 1. Januar 2014 ist dieser dabei, sein neues Domizil in der Alten Feuerwache in der Großen St.-Ilsen-Straße einzurichten. Insgesamt 6000 Arbeitsstunden investierten die Mitglieder 2014 neben ihren sonstigen Einsätzen in den Um- und Ausbau der Gebäude. Mittlerweile sind diese Arbeiten zu zwei Dritteln abgeschlossen. Damit wurden sehr gute Bedingungen für den Sanitätszug geschaffen.

Dabei durfte das eigentliche Aufgabengebiet nicht vernachlässigt werden. Beim Hansefest, Dionysiusmarkt, Neujahrslauf, dem Streetballturnier oder diversen Festivals standen sie am Rande des Geschehens, um jederzeit im Notfall Verletzte zu versorgen. Klaus Gabriel sprach seinen Dank aus für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die ihre Freizeit in den Dienst anderer Menschen stellen. Auch Hans Thiele, Dezernent des Altmarkkreises, würdigte die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und hauptamtlichen Kräfte und dankte ihnen.

Dass die Mitglieder mit Leib und Seele dabei sind, zeigen auch langjährige Mitgliedschaften. So wurde an dem Abend Klaus Buchmann für seine 40-jährige Zugehörigkeit mit einer Urkunde und einer Ehrennadel ausgezeichnet.